46ers können Spiel nicht drehen – Knappe 87:90-Auswärtsniederlage in Dresden

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Die JobStairs GIESSEN 46ers liefen von Anfang an bei den Dresden Titans einem Rückstand hinterher und mussten vor allem ihrem fehlenden Wurfrhythmus in der ersten Halbzeit bei der 87:90-Auswärtsniederlage Tribut zollen. Im letzten Viertel kämpften sich die Mittelhessen noch einmal ran und hätten in letzte Sekunde durch Captain Nico Brauner fast noch den Ausgleich erzielt. Sowohl Brauner wie auch Jordan Barnes konnten mit 17 Punkten das Gießener Punktetableau anführen. Für die Gießener geht es in einer Woche beim Heimspiel gegen Phoenix Hagen um die nächsten wichtigen Punkte in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.


Auch in Dresden sollte die Starformation nicht abgeändert werden, sodass Jordan Barnes, Luis Figge, Justin Martin, Roland Nyama und Stefan Fundic begannen. Das Quintett auf der Gegenseite bildete sich aus Chase Adam, Daniel Kirchner, Lucien Schmikale, Tanner Graham und Georg Voigtmann.

1. Viertel

In der Anfangsphase eroberten sich die Hausherren mit erfolgreichen Dreiern einen marginalen Vorteil, die Martin, Fundic und Nyama unter dem Korb konterten (6:10, 4.). Der offensive Flow sollte sich bei den 46ers nicht einstellen und auch drei Ballverluste sprachen für die fällige Auszeit der Mittelhessen. Aus dieser kamen die 46ers mit einem Fastbreak-Spiel, welches Nyama mit einem And-One zum 9:12 (5.) beendete. Die Sachsen hielten ihrerseits die Offensivbemühungen konstant am Leben und behielten vor allem durch Graham und Schmikale die 16:13-Oberhand (7.). In einem zähen Viertel mit insgesamt elf Turnovers auf beiden Seiten, waren die Titans mit ihrer 43%-Wurfquote aus dem Dreierbereich, die den 23:18-Vorteil mit ins zweite Quarter nahmen. Die Gießener hatten zu diesem Zeitpunkt aus der Ferne noch keinen Korberfolg verzeichnen können.

2. Viertel

Während der offensive Rhythmus der JobStairs GIESSEN 46ers immer noch nicht von außen aufkam, waren es Korbleger wie von Luca Kahl und Barnes, die die Mittelhessen nicht völlig abreißen ließen (22:28, 13.). Mitte des Viertels war das Niveau der Gäste, insbesondere im Angriff weiterhin überschaubar, sodass die Dresdener ein 32:24 behaupteten (16.). Ein Timeout später hatten beide Clubs die Mannschaftsfoulgrenze erreicht, was des Öfteren zur Linie führte – wichtiger war aber, dass Nico Brauner mal ein Dreipunktewurf gelang und so die Gießener den Anschluss hielten (27:37, 17.). Einen verkrampft wirkenden Auftritt der JobStairs GIESSEN 46ers konnte Figge mit einem Dreier und Layup noch ein wenig lösen, sodass es mit 34:41 in die Halbzeitpause ging.

3. Viertel

Aus dieser kamen die Gießener fokussiert – präsentierten sich in der Defense griffig und waren auch in der Offensive mit Layup von Fundic und Fastbreak von Barnes gefällig (38:41, 22.). Dem erzwungenen Rhythmus entgegnete Dresden von jenseits des Perimeters, sodass eine 14:3-Serie zum 52:40 (24.) führte und die Mittelhessen zur Auszeit zwang. Ein Lichtblick der 46ers blieb in dieser Phase Barnes, der 13 Zähler zu diesem Zeitpunkt sein Eigen nennen konnte und im Verbund mit Brauner einen 9:0-Lauf das Parkett setzte (49:52, 25.). Der couragierte Auftritt auf beiden Seiten des Feldes führte die Gießener zum zwischenzeitlichen 54:54-Ausgleich (27.) durch den omnipräsenten Spielmacher Barnes. Die Hausherren hielten sich mit dem patenten Rezept des Dreipunktewurfs über Wasser und eroberten sich zum Schluss des Viertels die knappe 62:58-Führung zurück.

4. Viertel

Der finale Abschnitt begann denkbar ungünstig – zwei Ballverluste der Mittelhessen verhalfen den Titans zum 64:58 (31.) und erschwerten die Aufholjagd. Die Angriffswellen der Sachsen nahmen immer weitere Konturen an und die 46ers erwischten eine Phase, die sich in Turnovers und vergebenen Chancen ergötzte (59:70, 33.). Eine Auszeit der Gießener sollte noch einmal die letzten Lebensgeister wecken und ein Dreier von Kevin Strangmeyer führte zum 68:74-Anschluss (35.). Doch das Momentum der JobStairs GIESSEN 46ers sollte nicht bis in die Schlusssekunde der Crunchtime führen, sodass ein letzter Wurf von Brauner nur die Reuse berührte und nicht in diese fallen sollte. Am Ende waren die Hausherren beim 90:87 vor allem durch ihre 52%-Perimeter-Performance ein kleines Stück voraus.


Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Ab der ersten Aktion im Spiel haben wir die gleichen Fehler wie in Bremerhaven gemacht. Unkonzentriertheiten, ein komplett falscher Rhythmus und das 35 Minuten lang. Erfahrene Spieler, die letzte Woche ein tolles Spiel geliefert haben, konnte man heute nicht erkennen. Mir fehlen die Worte und trotzdem haben wir nur knapp verloren.“

Dresden Titans – JobStairs GIESSEN 46ers 90:87 (41:34) 

Viertelergebnisse: 23:18, 18:16, 21:24, 28:29                                                        

Dresden Titans: Chase Adam (10 Punkte), Daniel Kirchner (8), David Kachelries (5), Grant Teichmann (17), Aaron Menzies (4), Lucien Schmikale (21), Arne Wendler, Lukas Zener, Tanner Graham (16), Georg Voigtmann (7), Sebastian Heck (2), Georg Kupke 

JobStairs GIESSEN 46ers: Jordan Barnes (17), Nico Brauner (17), Maximilian Begue, Stefan Fundic (10, 8 Rebounds), Luis Figge (13), Luca Kahl (2), Igor Cvorovic (6), Justin Martin (8), Kevin Strangmeyer (3), Roland Nyama (11)

Zuschauer: 1.239 

Nächstes Spiel: Sa. 29.10.2022, 19.00 Uhr, JobStairs GIESSEN 46ers – Phoenix Hagen

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