Aller guten Dinge sind drei – JobStairs GIESSEN 46ers vor nächster Auswärtshürde

Foto: Richard Stephan - der Stadtfotograf

Aller guten Dinge sind drei – JobStairs GIESSEN 46ers vor nächster Auswärtshürde

Am letzten Wochenende gastierte noch die Deutsche Nationalmannschaft im RASTA Dome und konnte gegen Frankreich – unter Beisteuerung vom heimischen Akteur Philipp Herkenhoff – einen 83:69-Sieg einfahren. Nun müssen die JobStairs GIESSEN 46ers bei heimstarken RASTAnern ihre Visitenkarte abgeben. Abermals zur besten Sendezeit übertragt MagentaSport live und on demand am Samstag, den 29. Februar um 20.30 Uhr die Begegnung des 21. Spieltags der easyCredit Basketball Bundesliga. Dabei wird Kommentator Daniel Pinschower den Tabellensechsten gegen den Dreizehnten unter die Lupe nehmen. 


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Die JobStairs GIESSEN 46ers erwarten ihr drittes Auswärtsspiel in Folge. Dabei suchen sie bisher vergebens ihren Rhythmus in der Fremde. Während man in München beim Meister chancenlos blieb, zeigte man zuletzt in Bonn Moral, um dennoch am Ende mit leeren Händen dazustehen. So steht unter dem Strich die magere Kost von einem Sieg zu sechs Niederlagen bei Gastspielen auf dem Tableau. Ein fehlender Rhythmus könnte für die Mittelhessen aber auch eine Chance für die nächste schwere Aufgabe bei RASTA Vechta darstellen: Die Norddeutschen hatten bis zum 12. Februar zumeist im Dreitagerhythmus gespielt. Doch nach der überraschenden 87:88-Auswärtsniederlage in Weißenfels und dem Aus in der BASKETBALL CHAMPIONS LEAGUE wartet die Mannschaft von Headcoach Pedro Calles knapp drei Wochen auf Spielpraxis. Einzig Youngster Philipp Herkenhoff konnte sich auf seinem Court mit der Nationalmannschaft im Wettbewerb messen und zeigte mit fünf Punkten sowie vier Rebounds eine gute Leistung gegen Frankreich.

Diesen Punkteschnitt hält der 20-Jährige mit 5.2 PpS auch in der easyCredit BBL. Der Überraschungshalbfinalist der vergangenen Spielzeit baut weiterhin auf den aggressiven Pressing-Style, der sie auch beim 87:79-Hinspielerfolg in der Sporthalle Gießen-Ost auszeichnete. Am 7. Spieltag provozierten die Niedersachsen 19 Turnovers der Gießener und stibitzen sich unter anderem durch Kapitän Josh Young zehn Steals. Der US-Amerikaner gilt als Leader der Truppe, markiert 13.7 PpS und verteilt 3.3 ApS. Diese Ausbeute wird seinem Team gegen die 46ers fehlen, denn der Guard zog sich im Training eine Verletzung am rechten Zeigefinger zu und fällt wohl mehrere Wochen aus. Somit tritt der zweitbeste Scorer des Teams in den Hintergrund und Shooting Guard Trevis Simpson mit 14.4 PpS obliegt ein Großteil der Aufmerksamkeit. Insbesondere dessen Dreierqualitäten und sein Drang, in entscheidenden Phasen heiß zu laufen, gilt es in den Griff zu bekommen. Als Spielgestalter tritt Steve Vasturia auf den Plan, der nach dem Ausfall seines Kapitäns ebenfalls noch mehr in den Fokus rücken wird. Der Combo-Guard kontrolliert die Angriffssequenzen und verbucht für sich persönlich 13.3 PpS sowie 5.0 ApS. Den – trotz verletzungsbedingt angeschlagen – starken Backcourt vervollständigen Aggressiv-Leader Maximilian DiLeo und der nachverpflichtete Jordan Davis (9.9 PpS), der nun ebenso eine erhöhte Scoring-Option darstellen wird.

Während die kleinen Positionen zumeist das Spiel der Vechtaner dominieren, gilt es aber auch für Luke Petrasek, Matt Tiby & Co. die Big Men zu beachten. Denn gerade Forward Ishmail Wainright mit 15 Punkten und der deutsche Center Michael Kessens mit 13 Punkten waren ausschlaggebend für das Hinrundenspiel in Gießen. Der US-Amerikaner weiß mit seiner enormen Athletik und Physis zu überzeugen, schnappt sich dabei 5.4 RpS vom Brett und schreibt sich zudem 10.6 PpS gut. So erwartet die JobStairs GIESSEN 46ers gehöriges Potential, das es einzufangen gilt. Bei den Statistiken haben zumeist die Mittelhessen die Nase vorn: Ob 85.6 Punkte pro Spiel, 32.9 RpS, 20.4 ApS oder die Wurfquote von 47.6% – alles Zahlen, die einen marginalen Vorteil gegenüber dem Playoff-Anwärter ausweisen und die Redewendung: „Aller guten Dinge sind drei“ greifbar machen.

Was sagen die Protagonisten der JobStairs GIESSEN 46ers:

Ingo Freyer (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „RASTA Vechta spielt zuhause mit einem ganz eigenen und intensiven Spielstil. Sie treten mit viel Selbstvertrauen auf und wir müssen dem mit Konzentration und Aufmerksamkeit 40 Minuten lang entgegentreten.“

Stephen Brown (JobStairs GIESSEN 46ers): „Ich denke, die Partie wird ziemlich intensiv und ich freue mich drauf. Wir müssen von Beginn an wach sein, unseren Rhythmus finden und die Stärken der Gegner ausschalten.“

Jordan Barnett (JobStairs GIESSEN 46ers): „Um das Spiel am Samstag zu gewinnen, müssen wir  uns ihrer Intensität von Beginn an anpassen. Außerdem müssen wir immer bereit sein, auf die Schützen zuzugehen, weil Vechta da gerne schnelle Pässe verteilt – besonders aus dem Pick and Roll heraus. Wenn wir das tun, haben wir eine gute Chance zu gewinnen.“

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