easyCredit BBL Final-Turnier – Key Facts “Day 11”

Foto: Tilo Wiedensohler

easyCredit BBL Final-Turnier – Key Facts “Day 11”

Gestern in der Gruppe B verabschiedete sich RASTA Vechta nach der Niederlage gegen Brose Bamberg vom Playoff-Traum. Nun treten die Norddeutschen heute um 20.30 Uhr gegen die HAKRO Merlins Crailsheim im Spiel um Platz neun an – dies live ab 20.15 Uhr live und on demand bei MagentaSport. Komplettiert wurde das Viertelfinale nicht nur durch Bamberg, sondern der Sieg von Berlin gegen Ludwigsburg erbrachte die letzten festzulegenden K.o.-Begegnungen. So treffen am Mittwoch, den 17. Juni ratiopharm ulm auf die FRAPORT SKYLINERS und der FC Bayern Basketball auf die MHP RIESEN Ludwigsburg. Am Donnerstag, den 18. Juni bekommen es die BG Göttingen mit ALBA BERLIN und Brose Bamberg mit den EWE Baskets Oldenburg zu tun.


MagentaSport


Brose Bamberg – RASTA Vechta 100:82

Ohne den verletzten Josh Young musste RASTA Vechta wieder einmal nur mit neun Akteuren auskommen. Die Norddeutschen fingen mit einer kleinen Aufstellung an und mussten sofort einem 7:0-Rückstand hinterherlaufen. Topscorer Trevis Simpson verschaffte Vechta mit fünf Zählern zwar die ersten Punkte, aber Bamberg zeigte sich wacher und mit Jordan Crawford zielstrebiger (16:5). Das Pick-and-Roll der Oberfranken funktionierte tadellos, sodass die physischen Bamberger mit 32:19 einen deutlichen Vorteil erarbeiteten – trotz einem nonstop scorenden Simpson auf der Gegenseite (9 Punkte). Die Defense von RASTA sollte sich bis Mitte des zweiten Viertels etwas einpendeln. Doch der Bamberger Topscorer Crawford (13 Punkte) vermochte den auf der Gegenseite aktiven Simpson (11) im Scoring zu überholen. Eine besondere Erwähnung gilt Sengfelder, der bei einer 100%-Wurfquote elf Punkte markierte. Bis zur Halbzeit schwanden die Kräfte bei den Norddeutschen deutlich und die zuvor stabilisierte Defense kam wieder ins Straucheln, was ein 40:58-Rückstand zur Pause beinhaltete.

Nach dieser benötigten Verschnaufpause kamen die RASTAner energetischer aus der Kabine, vermochten aber aus ihren Stopps keinen größeren Nutzen in der Offensive zu generieren. So ging es nach drei Minuten Bamberger Punktlosigkeit natürlich mit Crawford Vorlage und eigens produziertem Dreier weiter. Dennoch war Vechta in der Lage seine Leistung in der Verteidigung zu kompensieren und somit den dritten Abschnitt, insbesondere mit der punkteten Neuverpflichtung Matic Rebec (16 Punkte), für sich zu entscheiden (21:15). Angeführt vom umtriebigen Simpson (26 Punkte) sollte das Team auf einen zehn-Punkte-Rückstand verkürzen. Doch Bamberg fand bei einem 6:0-Lauf wieder den direkten Zug zum Korb, sodass eine mögliche Aufholjagd der Norddeutschen im Keim erstickt wurde. Die Oberfranken spielten im Anschluss ihren konditionellen Vorteil bis zum Ende durch und gewannen souverän mit 100:82. Besondere Leistungen erbachten Assem Marei mit einem Double-Double (10 Punkte, 10 Rebounds), sowie Teamkamerad Crawford (21, 6 Assists), während auf der Gegenseite Simpson (28) und Rebec (16) auf sich aufmerksam machten. Das Tipp-Duo Brandon Thomas und Bjarne Kraushaar sahen ebenfalls die Bamberger vorne.


ALBA BERLIN – MHP RIESEN Ludwigsburg 97:89

Einen verhaltenen Start legte ALBA BERLIN hin. Vier verworfene Freiwürfe, ein Turnover und zwei Offensivrebounds mit anschließenden Punkten gegen die Hauptstädter, führte zu einem 0:4-Rückstand. Doch die Berliner rehabilitierten sich innerhalb von wenigen Minuten, sodass Ludwigsburg im Eins-gegen-Eins mächtig zu kämpfen hatte. Die Hauptstädter taten sich dennoch bei den Freiwürfen und beim ausboxen in der Defense schwer. So setzten Jonas Wohlfahrt-Bottermann (4 Punkte, 3 Rebounds) sowie Thomas Wimbush II (8) Akzente. Aber der Ausklang des Viertels gehörte den Dreierschützen, wobei die Berliner sich in dieser Hinsicht mit Marcus Eriksson bewährten und eine 24:21-Führung ins zweite Viertel brachten. In diesem begannen die Center in den Fokus zu geraten. Während Landry Nnoko mit drei Fouls wieder auf die Bank wanderte, erbrachte Cameron Jackson den Führungswechsel zum 25:24. Es entwickelte sich eine offene Szenerie, bei den beiden Teams mit ihren typischen Stärken agierten. Die Berliner mit flottem Passspiel (12 Assists) und die Ludwigsburger agil auf den Beinen, sodass es zur Halbzeitpause 46:45 für die Albatrosse stand.

Die zweite Hälfte begann mit frischen Baden-Württembergern und ebenso agilen Berlinern. Schnell waren die nächsten Zähler auf dem Scoutingbogen verzeichnet. Vor allem Nick Weiler-Babb zeigte in dieser Phase sein gesamtes Repertoire und verbuchte zehn Zähler. Auf Seite der Albatrosse waren zunächst die Big Men Landry Nnoko und Johannes Thiemann zur Stelle, bis auch Jonas Mattisseck von außen traf und einen abermaligen Führungswechsel (66:63) bewirkte. Diese Signalzündung beflügelte die Hauptstädter, die mit einem vielfältigen Luke Sikma (6 Punkte, 6 Rebounds, 6 Assists) sich eine knappe Vier-Punkte-Führung eroberten. Viertelübergreifend ließen die Mannschaften nicht locker – Wimbush II überwand die 20-Punkte-Marke und hielt seine Farben weiter im Spiel. Wille, Durchsetzungsvermögen und bauen auf die eigenen Stärken vermittelte diese hochwertige Partie. Bis zur Crunchtime blieb die Schlagzahl nahezu identisch, doch am Ende hatte ALBA BERLIN mit 97:89 die besseren Karten. Die Teams hatten mit Marcus Eriksson (15 Punkte), Luke Sikma (15, 9 Rebounds, 10 Assists) auf Berliner und Nick Weiler-Babb (21, 11 Rebounds) sowie Topscorer Thomas Wimbush (30) auf Ludwigsburger Seite außerordentliche Leistungen zu bieten. Den Sieg hatte nur Brandon Thomas auf dem Zettel.


HAKRO Merlins Crailsheim – RASTA Vechta (Tip-Off: 20.30 Uhr)

Im Platzierungsspiel um den neunten Rang möchten sowohl die Crailsheimer wie auch die Vechtaner einen versöhnlichen easyCredit BBL Final-Turnier-Abschluss feiern. Beide Teams konnten keinen Sieg erringen und mussten als letzter ihrer jeweiligen Gruppen für das Viertelfinale passen. Insbesondere die ausgedünnten Kader, vor und zu allem Überfluss während des Turniers, gelten als Hauptursache für das bescheidene abschneiden der Clubs. Trotz allem haben die Mannschaften in dieser Spielzeit begeistert. Besonders die Zauberer bewiesen ihre Klasse, wie auch beim 101:88 gegen RASTA Vechta am 9. Spieltag. Ein kleiner marginaler Vorteil dürfte für die Baden-Württemberger auch die kurze Regenerationsphase des Gegners sein. Dabei können die drei Topscorer der letzten Begegnung Maurice Stuckey (17 Punkte), Sebastian Herrera (16) und Dejan Kovacevic (16) mit ein wenig Selbstbewusstsein an dieses Saisonfinale gehen. Denn die verkürzte Rotation schlug sich mehr als beachtlich gegen die EWE Baskets Oldenburg und verlor nur denkbar knapp mit 83:85.

Eng ging es bei RASTA Vechta in den vergangenen beiden Spielen nicht mehr zu. Gegen ALBA BERLIN (72:102) und Brose Bamberg (100:92) gingen merklich die Kräfte aus. Trotzdem hatten die Norddeutschen beim Auftritt gegen die FRAPORT SKYLINERS das mögliche Weiterkommen in eigener Hand, unterlagen aber mit 59:63. Insgesamt vermochte der angeschlagene Kader – zuletzt noch ohne Josh Young – nur phasenweise seine gewohnte Energie auf das Parkett zu bringen. Mit Shooting Guard Trevis Simpson hat RASTA aber den Topscorer des Turniers aufgestellt. Im Durchschnitt produziert der US-Amerikaner 21.5 PpS und zeigte gestern gegen Bamberg mit 28 Punkten ebenfalls wieder seine Scoringqualitäten.


Wer gewinnt die Partie ? … das tippen unsere Jungs:

Brandon Thomas: RASTA Vechta

Bjarne Kraushaar: RASTA Vechta

Alen Pjanic: HAKRO Merlins Crailsheim

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