easyCredit BBL Final-Turnier – Key Facts “Day 13”

Foto: Tilo Wiedensohler

easyCredit BBL Final-Turnier – Key Facts “Day 13”

Nach den gestrigen Viertelfinalen steht ratiopharm ulm mit 40 Punkten Vorsprung vor dem Rückspiel gegen die FRAPORT SKYLINERS so gut wie im Halbfinale. Die MHP RIESEN Ludwigsburg nehmen einen Vier-Punkte-Vorteil mit in die zweite Begegnung gegen den FC Bayern Basketball. Ob die heutigen Viertelfinals einen ähnlichen Verlauf haben werden? Zunächst spielt der Underdog BG Göttingen um 16.30 Uhr gegen ALBA BERLIN. Um 20.30 Uhr folgt dann die Begegnung zwischen Brose Bamberg und den EWE Baskets Oldenburg. Beide Partien werden live und on demand von MagentaSport übertragen.


MagentaSport


FRAPORT SKYLINERS – ratiopharm ulm 61:101

Die favorisierten Ulmer fanden schnell ins Spiel und setzen ihre körperlichen Vorteile geschickt zu einem 10:1 durch. Derek Willis prämierte sich dabei mit Penetration zum Korb und einem Dreier der mit Swish in die Reuse fand. Dieses Geräusch gab es ebenfalls beim Ex-Gießener Andreas Obst, bis ein weiterer Ex-46er mit Marco Völler auf der Gegenseite unter dem Korb aktiv wurde. Dennoch waren es die Baden-Württemberger, die ihren Plan rigoros durchzogen und ein 36:15 implementierten. Dabei profitierten sie von einer Wurfquote von 92% und sieben Turnovers seitens der FRAPORT SKYLINERS. Das flüssige Spiel der Schwaben kam dank Völler (6 Punkte) minimal ins Stocken, doch spektakulär meldeten sich die Ulmer mit einem Alley-oop-Dunking von Willis zurück. Inspiriert und sehr variabel ging es für den Gruppensieger weiter: Thomas Klepeisz mit einem Dreier, Gavin Schilling mit Putback-Dunking und aus dem Halbfeld. Dennoch musste man den Hessen attestieren, dass man sich bis zur Halbzeit etwas gefangen hatte, aber trotzdem stand ein 30:57-Rückstand zu Buche.

Aggressiv, aber ohne nennenswerte Erfolge begannen die Frankfurter in der zweiten Hälfte. Archie Goodwin und Schilling gesellten sich derweil mit ihren Zählern in den zweistelligen Bereich und folgten somit ihrem Ulmer Teamkollegen Dylan Osetkowski, der bereits zur Halbzeit zehn Punkte auf dem Konto hatte. Parallel war Akeem Vargas zu diesem Zeitpunkt präsent und meldete sich mit zwei Distanzwürfen zur Bereitschaft. Yorman Polas Bartolo setzte mit einem Dunking und einem darauffolgenden Steal kleine Ausrufezeichen, doch auch im dritten Viertel war dem Ball-Movement der Schwaben nicht beizukommen und die Frankfurter mussten mit einem 42-Punkte-Rückstand ins letzte Viertel gehen. So ging es für sie nur noch um Ergebniskosmetik, was sich mit einem zwischenzeitlichen 13:0-Lauf als erfolgreiches Projekt erwies. Am Ende sprang dennoch für ratiopharm ulm und dessen Topscorer Osetkowski (18 Punkte) ein 101:61 raus – und für das Gießener Tipp-Trio eine weitere richtige Tendenz.


FC Bayern Basketball – MHP RIESEN Ludwigsburg 83:87

Der FC Bayern Basketball legte einen guten Start auf das Parkett und wirkte dabei in sich geschlossen. Nach einem zwischenzeitlichen 9:2 für die Münchner, blühten die Barockstädter mit Big Man Hans Brase auf, der im ersten Viertel bereits zehn Zähler markierte. Am Ende sollten diese Punkte gepaart mit einer intensiven Gangart dafür sorgen, dass die Baden-Württemberger mit einem 21:15 ins zweite Viertel kamen. In diesem reagierte der Deutsche Meister, übernahm die Kontrolle und drehte mit dem Gespann TJ Bray (10 Punkte) und Danilo Barthel (4) die Partie. Dabei profitierten die Bayern von den ungewöhnlich häufigen Ballverlusten der Ludwigsburger, die normalerweise den sichersten Ballvortrag der gesamten Liga innehaben. Trotz allem lieferte der omnipräsente Energizer Marcos Knight in dieser prekären Phase für seine Farben ab, sodass zur Halbzeit lediglich ein 36:42 auf der Anzeigetafel prangerte.

Während die MHP RIESEN Ludwigsburg es in der ersten Hälfte schafften, dran zu bleiben, war nun die Zeit gekommen, wo sich der FC Bayern Basketball bemühte sich abzusetzen. Dieses Vorhaben gelang beim Stand von 50:39 und der erstmaligen zweistelligen Führung Mitte des dritten Viertels. Doch der in Rhythmus kommende RIESEN-Topscorer Thomas Wimbush II konterte Barthel & Co. mit neun Punkten und so schafften sie den 59:65-Anschluss bis zum Schlussviertel. Der athletische Scorer legte viertelübergreifend nach und sorgte mit dem völlig entfesselten Knight dafür, dass sich die Bayern nach einem abermals sechs-Punkte-Vorsprung mit einem 75:75 in die letzten fünf Minuten begaben. Die Teams befanden sich auf Augenhöhe – Barthel (20 Punkte) und Knight (17, 11 Rebounds) führten ihre Mannschaften bis in die Schlussminute, wobei die Ludwigsburger in diesem Schlussabschnitt den entschlosseneren Eindruck machten. So waren es der RIESEN-Topscorer des Spiels Brase (18 Punkte) und sein Teamkollege Jaleen Smith, die gemeinsam fünf Punkte in den letzten 40 Sekunden fabrizierten und einen 87:83-Vorteil für das Rückspiel generierten. Bjarne Kraushaar und Alen Pjanic waren sich diesem Ausgang bei ihren Tipps bewusst.


BG Göttingen – ALBA BERLIN (Tip-Off: 16.30 Uhr)

Die BG Göttingen war eine der Überraschungsmannschaften der Saison und konnte auch in der regulären Spielzeit einmal gegen den kommenden Gegner ALBA BERLIN für verdutzte Augen sorgen. Beim 72:71 setzten sich die Veilchen denkbar knapp durch, doch der Topscorer des damaligen Erfolges Dylan Osetkowski steht nicht mehr zur Verfügung. So sollen es der erfahrene Alex Ruoff, der junge Bennet Hundt und die beiden Forwards Mihajlo Andric und Terry Allen richten. Beim einzigen Gruppensieg der Niedersachsen über Crailsheim, waren es eben diese vier genannten Akteure, die mit insgesamt 74 Punkten für den letztendlichen Einzug ins Viertelfinale sorgten. Ruoff bewies sich dabei mit zehn Assists als gewohnter Leader seiner Farben. Doch ein besonderes Augenmerk sollte man noch auf den gebürtigen Gießener Dominic Lockhart werfen. Der Defensive-Spezialist wird von Headcoach Johan Roijakkers wohl einige Hausaufgaben für diese Begegnung aufbekommen, denn es gilt die spielstarken Berliner einzudämmen.

Das man die Hauptstädter nicht ganz einkesseln kann, musste ebenfalls die BG beim 96:71-Erfolg der Albatrosse am 19. Spieltag erkennen. Damals wie heute konnte man erkennen, dass der Teambasketball der von Headcoach Alejandro Garcia Reneses gepflegt wird, der absolute Trumpf der Berliner ist. Fünf Akteure scorten zweistellig und das Team insgesamt steuerte 25 Assists bei. Durch die Gruppe B lief der MagentaSport BBL-Pokalsieger mit vier Siegen traumwandlerisch sicher. Von Tag eins gegen Frankfurt bis hin zum Showdown gegen Ludwigsburg steigerte sich die Mannschaft, um die beiden Führungsspieler Peyton Siva (13.3 PpS) und Luke Sikma (11.7 PpS, 7.3 RpS), kontinuierlich. Diesen Vorteil und das vorhandene Selbstvertrauen aus den gewonnen Gruppenphase gilt es nun in die K.o.-Runde zu übertragen.


Brose Bamberg – EWE Baskets Oldenburg (Tip-Off: 20.30 Uhr)

Die Oberfranken kamen schleppend ins Final-Turnier und vermochten gegen Berlin und Ludwigsburg, trotz teilweiser guter Auftritte, keinen Sieg einzufahren. Was in diesen Partien noch verwehrt blieb, war bei Siegen über Frankfurt (99:83) und Vechta (100:82) umso besser gelungen. Shooting Guard Jordan Crawford bescherte mit seinen 21 Punkten gemeinsam mit Christian Sengfelder (18) und Assem Marei (10, 10 Rebounds) beim zweiten Gruppensieg den dritten Platz in dieser Gruppe. Der letztgenannte Center war es auch, der mit 17 Zählern und neun Rebounds seine Bamberger in Oldenburg am 12. Spieltag lange in der Partie hielt. Diese sollte am Ende dennoch mit 71:68 an die Donnervögel gehen.

Die EWE Baskets Oldenburg gehen nicht nur wegen dem damaligen Erfolg über Brose Bamberg mit Selbstvertrauen in die anstehende Begegnung. Auch die Gruppenphase durchlief für die Norddeutschen zufriedenstellend. Mit drei Siegen über Göttingen, Crailsheim und München fand man sich am Ende auf Platz zwei wieder. Insbesondere der letzte Auftritt gegen den Deutschen Meister lässt positiv in die kommende Aufgabe blicken. Während nämlich der Frontcourt mit Rasid Mahalbasic (17,3 PpS, 8.0 RpS, 5.5 ApS) und Nathan Boothe (16.5 PpS) beständig im Turnier bisher lieferte, fand sich bei dieser Partie auch die gesamte Mannschaft in ihrem gewohnten Spielrhythmus wieder. Die Ex-46er Robin Amaize (15 Punkte) und Braydon Hobbs (12, 5 Rebounds) standen dabei ebenfalls im Fokus. So werden interessante Match-ups auf allen Positionen erwartet, wobei Oldenburg im Gegensatz zu den Bambergern auf sein eingespieltes Team aus der Hauptrunde setzen kann.


Wer gewinnt die Partie ? … das tippen unsere Jungs:

Brandon Thomas: ALBA BERLIN & EWE Baskets Oldenburg

Bjarne Kraushaar: ALBA BERLIN & EWE Baskets Oldenburg

Alen Pjanic: ALBA BERLIN & EWE Baskets Oldenburg

Letzte News