easyCredit BBL Final-Turnier – Key Facts “Day 16”

Foto: Tilo Wiedensohler

easyCredit BBL Final-Turnier – Key Facts “Day 16”

Mit Ende der gestrigen Partien stand das Turnier-Aus für Göttingen und Bamberg fest. Seit 2009 wird es somit zum ersten Mal einen Titelträger geben, der nicht aus München oder Bamberg stammt. Denn den Ulmern und Ludwigsburgern folgten Berlin und Oldenburg ins Halbfinale, wo beide dann am Montag aufeinandertreffen werden. Bereits heute um 15.00 Uhr stehen sich ratiopharm ulm und die MHP RIESEN Ludwigsburg gegenüber. Ab 14.45 Uhr überträgt MagentaSport die erste Halbfinal-Begegnung live und on demand.  


MagnetaSport


EWE Baskets Oldenburg – Brose Bamberg 89:75

Die Oberfranken hatten eine Aufholjagd von fünf Punkten in Angriff zu nehmen und so starteten sie auch in die Partie. Unter anderem mit acht Zählern von Jordan Crawford erarbeitete man sich nach gut fünf Minuten eine 14:8-Führung. Doch die zweite Viertelhälfte gehörte den Oldenburgern. Tyler Larson und Ian Hummer sorgten mit einem 6:0-Lauf für den Ausgleich. Und mit Hilfe ihrer Big Men, sowie jeweils einem Dreier von den Beiden genannten, stand es 24:19 für die Norddeutschen. Hummer und Larson schraubten viertelübergreifend gemeinsam weiter am Ergebnis, was ein 31:22 zur Folge hatte. Angeregt von diesen Leistungen, wollte auch Crawford dem in nichts nachstehen, legte einen Dreier für Kameron Taylor vor und verwandelte selbst drei Freiwürfe. Das Spiel entwickelte sich zu einem Hin und Her, wobei Taylor für die Bamberger bis zur Halbzeit übernahm und mit sieben Zählern am Stück das 46:51 vollbrachte.

Mit einem 8:0-Lauf setzten die EWE Baskets Oldenburg ein deutliches Zeichen zum Halbfinal-Einzug. Brose Bamberg sollte diesen weiteren Lauf der Donnervögel nicht mehr kontern können. Rickey Paulding & Co. ließen ihr gesamtes Repertoire in der Offensive sprechen und scorten mit Karsten Tadda und dem fleißigen Punktesammler Hummer. Während die Oberfranken vergeblich ihr Heil von der Dreipunktelinie suchten, waren es abermals die Baskets, die einen 5:0-Run etablierten. Retin Obasohan sollte dann noch beim 60:72 den Bamberger Bann von der Distanz vor Viertelschluss brechen. Das finale Viertel war angebrochen, aber die Messe schien auch durch den gutaufgelegten Hummer gelesen zu sein. Gemeinsam mit Rickey Paulding und Braydon Hobbs war der Power Forward für ein 85:67 verantwortlich. Am Ende stand nicht nur ein Sieg von 89:75 für die Oldenburger zu Buche, sondern auch Hummer mit 21 und Paulding mit 16 Zählern hatten als Topscorer etwas zu feiern. Beim Turnier-Abschied der Oberfranken war Taylor mit 20 Punkten bester Punktelieferant. Das Tipp-Trio Brandon Thomas, Alen Pjanic und Bjarne Kraushaar hatten sich ebenfalls auf den Sieger Oldenburg geeinigt.


ALBA BERLIN – BG Göttingen 88:85

ALBA BERLIN war von Beginn an präsent und agierte mit dem gleichen Selbstbewusstsein wie beim Hinspielsieg. So entstand nach knapp vier Minuten eine Zehn-Punkte-Führung. Die BG Göttingen fand im Anschluss so langsam in die Partie und agierte von jenseits der Dreipunktelinie, was Terry Allen und Dominic Lockhart erfolgreich gestalteten. Dennoch sollten acht Ballverluste die Veilchen eine gewinnbringendere Aufholjagd kosten, sodass es mit einem 16:22 ins zweite Viertel ging. In diesem zogen die Albatrosse sowohl in der Verteidigung als auch in der daraus resultierenden Transition-Offense wieder an. Luke Sikma und Jonas Mattissek begannen mit einem 5:0-Run, der bis zum 31:21 führte. In der Folgezeit gab es Highlights wie eine Alley-Oop-Anspiel von Martin Hermannsson auf Kenneth Ogbe. Die Niedersachsen scorten unter anderem mit Alex Ruoff und Jito Kok sporadisch. Marcus Eriksson hingegen bewies mit drei von vier Dreiern seine Zielgenauigkeit von jenseits der Dreipunktelinie und führte somit die Hauptstädter zum 52:31-Halbzeitergebnis.

Die zweite Halbzeit sollte zunächst dem agilen Lauf der Berliner nichts anhaben. Ein 6:0-Lauf, vorgelegt vom scorenden Hermannsson war die Folge, aber auch gleichzeitig ein Signal für die Veilchen, sich zu währen. Dominic Lockhart präsentierte sich dabei resistent und führte seine Farben fast im Alleingang zu einer 9:0-Aufholjagd. Während die Hauptstädter nach einer Auszeit wieder in die Spur fanden, sollten aber auch die Göttinger weiter ihre Teilhabe an diesem Spiel haben. Zum Viertelende war es abermals Lockhart, der mit einem erfolgreichen Wurf von jenseits des Perimeters auf 57:73 stellte. Das letzte Viertel gehörte ganz den Veilchen, die wenigstens das Rückspiel für sich entscheiden wollten. So war es ein 15:2-Run der auftrumpfenden Niedersachsen, der für den Anschluss sorgte. Als dann noch Bennet Hundt mit einem Dreipunktespiel glänzte, stand ein 83:84 aus der Sicht der Göttinger auf der Anzeigetafel. Doch am Ende sollte Hermannsson (19 Punkte) die Flügel der Kontrahenten stutzen und die Berliner zu einem 88:85-Sieg führen. Der gebürtige Gießener Dominic Lockhart war mit 19 Punkten Topscorer seiner Farben. Den Berliner Sieg hatten auch die drei 46ers-Profis auf ihrem Tipp-Zettel.


ratiopharm ulm – RIESEN Ludwigsburg (Tip-Off: 15.00 Uhr)

Im ersten Halbfinale treffen zwei sehr starke Turnierteams aufeinander. Sowohl die Ulmer wie auch die Ludwigsburger marschierten mit Beständigkeit durch ihre Gruppen. Im Playoff-Viertelfinale sah das ein wenig anders aus. Während die Spatzen mit dem Gegner Frankfurt keinerlei Probleme hatten, mussten die RIESEN mit dem Deutschen Meister eine harte Nuss knacken. Doch mit beherztem Spiel und typischer Kämpfermentalität setzte sich die Mannen von Headcoach John Patrick in dieser Runde ebenfalls durch. Dabei waren es die drei Hauptprotagonisten Marcos Knight (20 Punkte), Jaleen Smith (18) und Thomas Wimbush II (10), die sowohl in diesem Spiel als auch im gesamten Final-Turnier für strahlende Barockstädter sorgten.

Die physisch spielenden und vor allem im Eins-gegen-Eins agierenden Ludwigsburger treffen und auf eine faustdicke Überraschung. Vor Turnierbeginn hätte keiner auf ratiopharm ulm getippt, doch die Schwaben begeistern mit Teambasketball. Die beiden Neuzugänge Thomas Klepeisz und Dylan Osetkowski integrierten sich nahtlos in das System von Headcoach Jaka Lakovic und vervollständigten somit optimal das bestehende Teamgefüge. Bei der ausgeglichenen und homogenen Offensive präsentiert sich vor allem Tyler Harvey als beständiger Scorer. Beim aufkommenden Duell trifft auch eine druckgebende Defense der Ulmer, die 20,5 Turnovers provozieren, auf die ballsicherste Mannschaft mit den Ludwigsburgern in diesem Turnier. Am 4. und 21. Spieltag gewannen die RIESEN jeweils deutlich die Begegnungen mit 106:75 bzw. 94:76, sodass Ulm wohl nun auf Revanche pocht.


Wer gewinnt die Partie ? … das tippen unsere Jungs:

Brandon Thomas: MHP RIESEN Ludwigsburg

Bjarne Kraushaar: ratiopharm ulm

Alen Pjanic: MHP RIESEN Ludwigsburg

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