easyCredit BBL Final-Turnier – Key Facts “Day 17”

Foto: Tilo Wiedensohler

easyCredit BBL Final-Turnier – Key Facts “Day 17”

Zuletzt waren es die Gießener, die bei einem Unentschieden in einem Playoff-Spiel der höchsten deutschen Basketballspielklasse beteiligt waren. Nun trennten sich erstmals nach 45 Jahren – dank des neuen Modus beim easyCredit Basketball Bundesliga Final-Turnier 2020 – die MHP RIESEN Ludwigsburg und ratiopharm ulm wieder Remis bei einer Endrunde. Das Rückspiel im Halbfinale am morgigen Dienstag startet somit bei null. Ein ähnlich spannendes Halbfinal-Hinspiel könnte heute um 20.30 Uhr fällig sein. Dann treffen nämlich die EWE Baskets Oldenburg und ALBA BERLIN aufeinander. Die Partie der beiden Pokalfinalisten von 2020 wird ab 20.15 Uhr live und on demand von MagentaSport übertragen.


MagentaSport


MHP RIESEN Ludwigsburg – ratiopharm ulm 71:71

Das Schwaben-Derby begann schwungvoll, wobei Archie Goodwin und Nick Weiler-Babb am zielgerichtetsten für ihre Farben unterwegs waren. Die Ludwigsburger blieben ihrem Spielstil im Eins-gegen-Eins treu, während die Ulmer ihr bekanntes Ball-Movement noch nicht so einsetzen konnten. Unter dem Korb setzte sich Derek Willis und Dylan Osetkwoski durch, aber die RIESEN übernahmen mit Marcos Knight (6 Punkte) das Kommando und gingen mit 11:7 in Front. Daran anknüpfend zeichneten sich Thomas Wimbush II und vor allem Weiler-Babb, mit 4/4-Würfen aus dem Feld (10 Punkte) für die erste zweistellige Führung verantwortlich. Auch ein zwischenzeitlicher 5:0-Lauf der Ulmer sollte an einer komfortablen 21:14-Vorsprung zum Viertelende nichts ändern. Per Günther übernahm mit vier Punkten und strukturiertem Aufbau viertelübergreifend die sukzessive Annährung an die MHP RIESEN. Diese Gangart kam auch Patrick Heckmann (7 Punkte, 4 Rebounds) entgegen, sodass ein 25:25 auf der Anzeigetafel leuchtete. Wo bereits Thomas Klepeisz bereits aus der Distanz den Ausgleich erzielte, war Willis ebenfalls von jenseits der Dreipunktelinie erfolgreich und erkämpfte die 28:25-Führung der Ulmer zurück. Weiler-Babb (15 Punkte) fühlte sich wieder angesprochen und lieferte prompt fünf Punkte in Folge ab, musste aber auch die gute Vorstellung von Patrick Heckmann (10 Punkte) im Gegenzug akzeptieren. So gelang in der Schlussphase eine Art Schlagabtausch, wobei dem entfesselnd spielenden Weiler-Babb mit krachendem Dunking noch einmal ein Ausrufezeichen gelingen sollte. Daraus entstand ein marginaler 36:34-Vorteil für die vermeintliche Heimatmannschaft.

Mit elf Offensivrebounds im Gepäck wollten die Ulmer ihr gefürchtetes Teamplay an den Mann bringen. Der Ex-Gießener Andreas Obst und Derek Willis kamen dabei konzentriert aus der Kabine und erarbeiteten sich die 39:36-Führung zurück. Die Partie blieb defensiv geprägt und die Ludwigsburger kamen mit insgesamt 16 Mannschaftsfouls (Ulm: 9 Fouls) langsam in die Bredouille. Doch es war die Art, die die RIESEN wieder ins Spiel brachte und Knight zu zehn Punkten führte. Am offensiven Brett zeigten sich aber die Ulmer weiter beherzt und so ging es hin und her in der Partie. Nach mittlerweile 13 Führungswechseln ging es mit einem knappen 56:52 für ratiopharm ulm in den Schlussakt. Willis, der bereits ein Double-Double mit 16 Punkten und 13 Rebounds innehat, Heckmann mit seinen Punkten 15 und 16, und auf der Gegenseite der 21-Punkte-Mann Weiler-Babb im Verbund mit Knight (18 Zähler) eröffneten diesen. Das untypische Hustle-Play und bereits 20 Offensivrebounds der Ulmer vermochten Mitte des letzten Viertels ein 66:57-Führung zu erobern. Mit Mentalitäts-Tier Knight und dessen Double-Double (24 Punkte, 10 Rebounds), sowie ein 10:2-Lauf, löste Ludwigsburg das Anschlussticket zum 65:66. Spannend und intensiv ging es in die Crunchtime, wo weiterhin Führungswechsel an der Tagesordnung waren. Am Ende sollte ein leistungsgerechtes 71:71-Unentschieden bei rausspringen. Topscorer waren Marcos Knight (24 Punkte, 11 Rebounds) und Derek Willis (19, 14).


EWE Baskets Oldenburg – ALBA BERLIN (Tip-Off: 20.30 Uhr)

Das MagentaSport BBL Pokalfinale von 2020 mit Sieger ALBA BERLIN und Herausforderer EWE Baskets Oldenburg wird nun im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft abermals Realität. Damals gewannen die Hauptstädter in der heimischen Mercedes-Benz Arena deutlich mit 89:67. Knackpunkt in dieser Begegnung war das dritte Viertel, wo Oldenburg nach einer 43:40-Halbzeitführung einbrach und ein 8:25 hinnehmen musste. Damals waren die beiden Spielmacher Martin Hermannsson mit 20 Punkten und Braydon Hobbs mit 17 Zählern die Akteure im Scheinwerferlicht. Auch am 9. Spieltag behielten die Berliner ebenfalls mit 90:77 in eigner Spielstätte die Oberhand. Anders sah es am 2. Februar aus, wo die Oldenburger mit 93:88 gewannen und dank eines starken Rickey Paulding (28 Punkte) die heimische EWE ARENA zum Beben brachten. Die Häufigkeit der vorherigen Aufeinandertreffen dürften den Headcoachs Mladen Drijencic und Alejandro Garcia Reneses eine Menge Expertise übereinander geben.

Diese können auch ohne weiteres abgerufen werden, denn eine große Parallele bei den Clubs in diesem easyCredit Basketball Bundesliga Final-Turnier sind die unveränderten Reihen in den jeweiligen Kader. Sowohl die Norddeutschen wie auch die Berliner hielten ihre Teams zusammen und konnten so auf das eingespielte System zurückgreifen, was sie beide in dieses Halbfinale geführt hat. Dabei hatte das ungeschlagene ALBA BERLIN bei ihren Auftritten bisher eine tadellose Leistung an den Tag gelegt und stellte auch in der ersten K.o.-Phase gegen die BG Göttingen bereits im Hinspiel mit 93:68 die Weichen auf die nächste Runde. Der offensivstarke EuroLeague-Teilnehmer produzierte bei diesem Format bisher 94.0 PpS. Im Viertelfinale gegen die Veilchen schafften es immer mindestens vier Spieler in den zweistelligen Punktebereich, was die Ausgeglichenheit des Kaders unterstreicht. Mit Peyton Siva, der aktuell als Topscorer (13.6 PpS) fungiert, und Luke Sikma, der Allrounder im Team, stehen zwei erfahrene Akteure auf dem Parkett, die die Geschicke ihres Teams leiten. Doch dies haben auch die EWE Baskets Oldenburg zu bieten. Mit Rickey Paulding, der zuletzt mit insgesamt 36 Punkten im Viertelfinale gegen Brose Bamberg richtig ins Turnier fand, und dem auftrumpfenden Frontcourt Rasid Mahalbasic (15.8 PpS) und Nathan Boothe (16.2 PpS), präsentieren sich die Donnervögel im Laufe des Modus in bestechender Form. Lediglich in der ersten Begegnung ohne vorhandenen Spielrhythmus musste man sich den bereits zuvor tätigen Ulmern geschlagen geben, doch die Formkurve geht seitdem steil nach oben.


Wer gewinnt die Partie ? … das tippen unsere Jungs:

Brandon Thomas: ALBA BERLIN

Bjarne Kraushaar: ALBA BERLIN

Alen Pjanic: ALBA BERLIN

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