easyCredit BBL Final-Turnier – Key Facts “Day 22”

Foto: Tilo Wiedensohler

easyCredit BBL Final-Turnier – Key Facts “Day 22”

Der Favorit ALBA BERLIN hat nach dem 88:65-Hinspielsieg gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg einen großen Schritt Richtung easyCredit BBL-Meistertitel getan. Die defensivstarken Hauptstädter waren von Beginn an energisch auf dem Parkett und nahmen angeschlagenen Schwaben ihre Stärken. Ohne Leader Marcos Knight waren Nick Weiler-Babb und Jonas Wohlfahrt-Bottermann mit jeweils elf Punkten Topscorer der Baden-Württemberger. Auf der Gegenseite erzielten Martin Hermannsson und Rokas Giedraitis mit jeweils 14 Punkte die meisten Zähler. Am kommenden Sonntag, den 28. Juni um 15.00 Uhr gibt es im Rückspiel die endgültige Meisterschaftsentscheidung. Diese wird live und on demand ab 14.45 Uhr auf MagentaSport und ab Tip-Off auf Sport 1 übertragen.


ALBA BERLIN – MHP RIESEN Ludwigsburg 88:65

Die MHP RIESEN Ludwigsburg mussten ohne Energizer Marcos Knight auskommen, der zuletzt im Halbfinale gegen Ulm zweimal ein Double-Double auflegte und nun wegen einer Fußverletzung aussetzen musste. So stand der Ex-Gießener Teyvon Myers in der Starting Five, der direkt in seiner ersten Aktion einen Steal verbuchte und dementsprechend schwungvoll begann. Ebenso wie die Partie, in der es bereits nach zwei Minuten 5:5 stand. Nach dem flotten Anfang verloren die Kontrahenten etwas den Rhythmus, den sich dann Myers von der Freiwurflinie zog. Es war ein wenig das Viertel der verpassten Chancen, eher Kenneth Ogbe, Markus Eriksson und Martin Hermannsson ihre Farben mit einem 7:0-Lauf zur Führung leiteten. Am Ende war es Niels Giffey, der mit fünf Zählern auf 19:13 für ALBA BERLIN stellte. Neben dem Berliner Kapitän war viertelübergreifend der 16-jährige Jacob Patrick mit zwei Dreiern ordentlich präsent, was gleichzeitig den Anschluss von den MHP RIESEN bedeutete. Den Offensivrhythmus fanden beide Teams im zweiten Viertel, sodass sich bis Mitte des Viertels eine Range zwischen einem und vier Punkte-Vorsprung der Hauptstädter etablierte. Erst Hermannsson fand den Drive zum Korb und seine Mannschaft die benötigten Stopps, sodass ein 28:20 auf der Anzeigetafel leuchtete. Es sollte der Dosenöffner für die Hauptstädter werden, die im Anschluss ihr Ball-Movement gekonnt in Szene setzten und akribisch den Vorsprung bis zur Halbzeitpause ausbauten. Eriksson war in diesem positiven Findungsprozess der Berliner der einzige Akteur auf dem gesamten Parkett, der zweistellig scoren konnte und so ein Hauptanteil zur 46:29-Führung beisteuerte.

Hälfte Nummer zwei bescherte eine 20-Punkte-Führung für die Albatrosse, die durch Rokas Giedraitis und Giffey aus der Distanz weiter an Nährboden gewann. Frischer und wacher wirkte der Pokalsieger – sei es durch Steals, Blocks oder das gesamte Verteidigungshandwerk. Aus generierten Stopps veredelten vor allem Giedraitis und Giffey in diesem Abschnitt, sodass nach einem 58:31 erst Big Man Jonas Wohlfahrt-Bottermann wieder Punkte für die Schwaben besorgte. Die vier Zähler vom Center sollten von seinem Pendant Landry Nnoko mit deren fünf Zähler schnell übertrumpft werden.  Nach zehn Steals der Berliner und 17 Turnovers auf Ludwigsburger Seite ging ein dominates Viertel der Hauptstädter mit 69:42 zu Ende. Luke Sikma war zwar früh im letzten Viertel mit vier Punkten zur Stelle, aber die RIESEN setzten mit Putback-Dunking von Ariel Hukporti und And-One-Spiel von Nick Weiler-Babb ein Lebenszeichen – welches mit einem 9:0-Lauf pulsierte. Die nun physisch agierenden Schwaben nahmen den Berlinern den Rhythmus und konnten ihrerseits weiter profitieren. Als der Rückstand auf 20 Punkte sank, übernahm Hermannsson mit fünf Punkte am Stück für die Seinen und machte ein gutes Viertel der Baden-Württemberger ein wenig zu Nichte. Dennoch sollte aus einem 30-Punkte-Rückstand schlussendlich ein 23-Punkte-Rückstand beim 88:65-Sieg der Berliner werden. Das Gießener-Tipp-Trio Brandon Thomas, Alen Pjanic und Bjarne Kraushaar waren sich auch einig, dass Berlin die Nase vorne haben wird.

Letzte News