Generalprobe in Weißenfels misslingt – JobStairs GIESSEN 46ers unterliegen mit 82:86

Generalprobe in Weißenfels misslingt – JobStairs GIESSEN 46ers unterliegen mit 82:86

Die JobStairs GIESSEN 46ers konnten in ihrem letzten Testspiel keinen Sieg einfahren. Trotz einer konzentrierten ersten Hälfte, wo man mit 54:38 zur Halbzeit führte, konnte man insbesondere im letzten Viertel an der guten Vorstellung nicht mehr anknüpfen. So unterlagen die Mittelhessen mit 82:86 und mussten die Generalprobe vor dem easyCredit Basketball Bundesliga-Start am Dienstag, den 24. September zuhause gegen die HAKRO Merlins Crailsheim abgeben. Abermals waren Brandon Thomas mit 22 Punkten und Teyvon Myers mit 21 Zählern die besten Werfer bei den Gießenern.

Die letzte Startformation in der diesjährigen Pre-Season war mit Alex Abreu, Brandon Thomas, Jordan Barnett, Luke Petrasek und John Bryant besetzt. Letztgenannter Center, der erstmals in der Starting Five stand, legte gleich mit seinem ersten Wurf den Ball in die Reuse (2:0, 1.). Die 46ers setzten weiter hochprozentig zu – Barnett von Downtown und Bryant mit Durchsetzungsvermögen unter dem Korb (7:4, 3.). Es sollte aber nicht bei den sicheren Würfen bleiben und so war es Andrew Warren, der den 7:7-Ausgleich besorgte (5.). Doch die aggressive Defense und ein Fünf-Punkte-Run der Gießener durch Thomas, erbrachte die 12:7-Führung (5.). Der Shooting Guard hatte sich eingegroovt und war sicher von jenseits der Dreipunktelinie (15:9, 7.). Die Gastgeber agierten ihrerseits mit einem 4:0-Lauf auf den Abstand. Erst der eingewechselte Teyvon Myers sowie Petrasek mit ihren ersten Punkten markierten wieder Zähler für die Mittelhessen (20:13, 8.). Diese blieben weiterhin konzentriert in der Verteidigung und provozierten Fehler der Hausherren, die Pjanic per Putback-Dunking und Barnett mit Korbleger ausnutzten (24:15, 9.). Auch nach einer Auszeit der Gastgeber ließen sich die JobStairs GIESSEN 46ers ein homogenes erstes Viertel nicht mehr nehmen. So gingen die Mittelhessen mit Neuzugang Kendall Lamar Gray und einer 27:20-Führung in das zweite Viertel.

Dieses begann mit einer Passstafette, die von Bjarne Kraushaar zu Barnett und am Ende zu Myers führte, welcher dann mit einem Dreier abschloss (30:20, 11.). Der quirlige Guard wirbelte weiter und zeigte mit seinem schnellen Antritt sowie einem gelungenen Wurf seine Spielfreudigkeit (32:23, 12.). Die Wölfe hielten aber dagegen und sorgten durch Neuzugang Kaza Kajami-Keane und dessen drei verwandelten Freiwürfen für das 26:32 (13.). Doch die Gießener blieben hellwach, switchten in der Defensive und zwangen Weißenfels zu schweren Würfen. In der Offensive war insbesondere Myers präsent, der vier weitere Punkte folgen ließ (36:26, 14.). Die aufmerksame 46ers-Verteidigung verdeutlichte Petrasek in einer Szene mit einem Block, den die Mittelhessen im Gegenzug durch Thomas vergoldeten (40:29, 15.). Die Wölfte wussten aber zu kontern und setzten mit Sergio Kerusch sowie Michael Gbinije zur Aufholjagd an (34:40, 15.). Dem 5:0-Lauf der Gastgeber ließen die Gießener ihrerseits wiederum einen 7:0-Run folgen. Dabei waren erneut Thomas und Myers gefragt (47:34, 16.). Cameron Jackson durchbrach zwar mit seinem Korbleger die Punkte-Phalanx der Mittelhessen, doch Bryant nutzte die Foulbelastung der Wölfe von der Straflinie zum Punkten aus (49:36, 18.). Der Center wusste aber auch seine Mitspieler einzusetzen und so war es Leon Okpara, der mit einem Dreier auf 52:38 (19.) stellte. Eine starke erste Hälfte für die Mittelhessen endete mit den Punkten 15 und 16 von Thomas sowie einer 54:38-Halbzeitführung.

Das Konzept der Gießener sollte zunächst unter den Korb führen, wo Bryant nur mit Foul zu stoppen war und an der Linie zu Punkten gelangte. Die Hausherren fanden ebenfalls den Weg in die Zone – Kerusch und Jackson hießen die Nutznießer (42:56, 22.). Es entwickelte sich zunächst ein Kampf unter dem Korb, den die Offensiv-Reihen beider Teams zunächst gewinnen sollten – Kerusch und Bryant waren dort die Hauptprotagonisten (60:44, 24.). Als Jovan Novak von außen das Viertel eröffnete, war Weißenfels am Drücker und Jackson bugsierte einen Ball von der Nahdistanz in die Reuse (49:60, 25.). 46ers-Cheftrainer Ingo Freyer ließ eine Auszeit auf den kommenden Gastgeber-Lauf folgen. Das Timeout weckte wieder die Kampfstärke der Gießener und Myers verzeichnete ebenfalls sein Erfolgserlebnis (62:49, 26.). Der SYNTAINICS MBC fand immer mehr Zugriff und Ferdinand Zykla, Benedikt Turudic & Co. setzten sich mit einem 55:62 (27.) an die Fersen des Traditionsclubs. Eine weitere Auszeit der Gießener war anberaumt und nach dieser hatten die 46ers wieder schnelle Hände und ihre Blockstärke zu bieten. Im Angriffsmodus waren Barnett und Bjarne Kraushaar ebenfalls wieder präsent, sodass ein 66:55 (28.) auf der Anzeigetafel leuchtete. Die Aufmerksamkeit war auch in der Schlussphase des Viertels gegeben, sodass Myers sich zum Schluss einen Offensiv-Rebound sicherte und zum 69:58 verwandelte.

Wie das dritte Viertel begann, war auch im letzten Viertel Trumpf – Bryant wird unter dem Korb bedient und versenkt zum 71:58 (31.). Was gut startete, wurde aber von den Wölfen schnell in einen 11:0-Lauf umgestaltet und so war es wieder Bryant, der die 46ers wieder auf die Anzeigetafel brachte (73:69, 34.). Doch die Überlegenheit war dahin und der gebürtige Gießener Benedikt Turudic sorgte für den Weißenfelser 73:73-Ausgleich (35.). Nun sollten sich die Kontrahenten intensiv beharken, was bei Gray auf der einen und Turudic auf der anderen Seite zum fünften Foul führte. Die Crunchtime war angebrochen und die Freiwurflinie war der beliebteste Ort auf dem Parkett – Gbinije ließ sich die Chance nicht nehmen. Als dann noch Jackson mit zwei Korblegern nachlegte, war ein 84:78 (38.) auf dem Statistikbogen für Weißenfels vermerkt. So waren dann auch die letzten Bemühungen, das Spiel zu Gunsten der JobStairs GIESSEN 46ers  zu drehen, verebbt und die Generalprobe ging mit 82:86 verloren.

SYNTAINICS MBC – JobStairs GIESSEN 46ers 86:82 (38:54)

Viertelergebnisse: 20:27, 18:27, 20:15, 28:13 

SYNTAINICS MBC: Michael Gbinije (15 Punkte), Strahinja Micovic, Marko Krstanovic, Sergio Kerusch (10), Ferdinand Zylka (16), Sheldon Eberhardt (4), Jovan Novak (5), Andrew Warren, Kaza Kajami-Keane (5), Cameron Jackson (24), Anthony Okao, Benedikt Turudic (7) 

JobStairs GIESSEN 46ers: Bjarne Krauhaar (1), Teyvon Myers (21), Alen Pjanic (2), Alexander Abreu, Leon Okpara (3), Luke Petrasek (7, 9 Rebounds), Kendall Jamar Gray (1), Jordan Barnett (11), Brandon Thomas (22), John Bryant (14)

Zuschauer:  500

Nächstes Spiel: Di., 24.09.2019, 20:30 Uhr: JobStairs GIESSEN 46ers – HAKRO Merlins Crailsheim

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