Heimspiel-Kracher auf der Zielgeraden – Support the Rackelos!

Foto: Sven Kuczera

Heimspiel-Kracher auf der Zielgeraden – Support the Rackelos!

Mit Siebenmeilen-Stiefeln nähert sich die dritte Hauptrunde in der Geschichte der Depant GIESSEN 46ers Rackelos ihrem Ende. Noch drei Spiele stehen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Süd auf dem Programm, davon zwei auf heimischen Osthallen-Parkett. Nächster Gegner ist die TG s.Oliver Würzburg – der gegenwärtige Tabellenzweite. Sprungball ist am Samstag um 20.00 Uhr. Gegen eines der besten Teams der Liga bauen die 46ers II am spielfreien Wochenende der ersten Mannschaft auch auf die Unterstützung der Fans: Support the Rackelos!


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Gemeinsam soll die Niederlagenserie gegen andere Farmteams der ProB gestoppt werden. Zugleich gilt es Revanche für das 74:87 im Oktober zu nehmen. Doch die Rackelos stehen vor einer sehr großen Herausforderung. Nur vier Niederlagen mussten die Würzburger in der bisherigen Spielzeit quittieren. Darunter zwei gegen den Spitzenreiter aus Elchingen – dem Nonplusultra der Liga, das eine Woche später gegen die Gießener antritt. Franken-Coach Eric Detlev hat eine schlagkräftige Truppe auf die Beine gestellt, die bisher alle Farmteams der Liga in den Schatten stellte. Siege, die mit mehr als zwanzig Punkten Differenz zugunsten der TG enden, sind keine Seltenheit. Erst am letzten Wochenende machten sie beim 115:90-Blowout kurzen Prozess mit den MORGENSTERN BIS Baskets aus Speyer.

Das Geheimnis der Mainstädter: Neben einem ganzen Bataillon an Spielern, die die Zukunft des deutschen Basketballs repräsentieren, wird die Mannschaft von zwei exzellenten „Importspielern“ angeführt. Nur selten kommt es vor, dass weder der US-amerikanische Regisseur auf dem Parkett Cameron Hunt, noch der litauische Power Forward Rytis Pipiras heiß laufen. Beide zusammen markieren fast 40 Punkte pro Partie für die Würzburger. Dabei hat Hunt mit 4.2 Assists im Schnitt zugleich ein exquisites Auge für seine Mitspieler aufzuweisen, blockt beeindruckende 1.3-mal pro Spiel und erbeutet 1.7 Steals. Mit 22 und 24 Jahren reihen sich Hunt wie Pipiras zudem ins junge Team der TG ein. Die gute Mannschaftschemie macht sich auch in anderen Bereichen des Spiels bemerkbar. 91.3 Punkte pro Partie insgesamt sind ein in der ProB unübertroffener Wert. In Sachen Teamrebounding sind nur Elchingen und München bessergestellt. Eine Feldquote von 49% sucht in der Südstaffel ihresgleichen. Selbiges gilt für die Assist-Turnover-Ratio. Sehr vielen direkt verwerteten Pässen stehen nur sehr wenige Ballverluste gegenüber. Die potentielle Kadertiefe samt ihrer Qualität beginnt bei Jung-A-Nationalspieler Joshua Obiesie (19.3 Punkte pro Spiel), reicht über Guard Jonas Weitzel und endet bei Philipp Hadenfeldt und Nils Haßfurther. Allen ist gemein, dass sie regelmäßig im Team der ersten Mannschaft um Ex-46ers-Coach Denis Wucherer zum Einsatz kommen.

Die hohe Fluktuation ist sodann auch die einzige Schwäche der Franken, die sich so immer wieder neu erfinden müssen. Handelt es sich dabei in dieser Saison um ein Luxusproblem, wird es am Wochenende vollends obsolet sein. Aufgrund des BBL-Pokalfinals am Sonntag zwischen Oldenburg und ALBA BERLIN pausiert die erste Liga. Eine gerupfte Würzburger Mannschaft ist daher nicht zu erwarten, wenn am Samstag um 20 Uhr der Sprungball in der Osthalle erfolgt.

Bei den Depant GIESSEN 46ers Rackelos indes steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Tim Köpple (Gehirnerschütterung). Desto mehr wird es auf die Fans ankommen, die als sechste Frau und sechster Mann den Unterschied machen sollen. Gemeinsam kann so auch gegen favorisierte Franken ein Sieg gelingen, mit dem die Playoffqualifikation unter Umständen noch am selben Abend gefeiert werden könnte. Karten sind wie gewohnt an der Abendkasse, in der Geschäftsstelle und im Vorverkauf online im Ticketshop verfügbar. Ein Tagesticket für Erwachsene kostet 10, ermäßigt 8 Euro. Kinder zwischen 6 und 14 zahlen 6 Euro.


Rolf Scholz (Cheftrainer Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Würzburg und Elchingen sind ein Hammerprogramm, darüber müssen wir nicht diskutieren. Dennoch bleiben wir positiv und konzentrieren uns ganz auf uns selbst. Auch wenn es die Ergebnisse noch nicht zeigen, haben wir zuletzt und trotz Verletzungsproblemen einen Schritt nach vorne gemacht. Darauf wollen wir aufbauen.“

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