Hungrige Löwen zähmen – Rackelos empfangen Erfurt

Hungrige Löwen zähmen – Rackelos empfangen Erfurt

Schlag auf Schlag geht es für die Depant GIESSEN 46ers Rackelos dieses Jahr in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Süd. Am Sonntagabend (13.10., 18.00 Uhr) steht bereits das dritte Heimspiel der Saison auf dem Programm. Zu Gast in der Sporthalle Gießen-Ost sind dann die bislang sieglosen Basketball Löwen aus Erfurt.

Der Club ging im vergangenen Jahr aus einem Lizenztausch mit den Artland Dragons hervor, nachdem sich die vormals unter dem Namen OeTTINGER Rockets angetretenen Thüringer aus der Bundesliga zurückgezogen hatten. Unter Trainer Florian Gut, der bis heute die Geschicke der Raubkatzen leitet, erreichte man als Achter das Playoff-Achtelfinale. Dort hatte man dem späteren Vizemeister aus Münster wenig entgegenzusetzen, obgleich das Erreichen der Meisterschaftsrunde nach einem Fehlstart in die Saison als großer Erfolg verbucht werden durfte.

Ähnliches ist Erfurt auch in dieser Spielzeit zuzutrauen. Immerhin konnte die letztjährige Kernrotation für ein weiteres Jahr in der Landeshauptstadt gewonnen werden. Mit einer nicht unwesentlichen Ausnahme: Vorjahres-Topscorer David Taylor (17 Punkte) steht nicht mehr zur Verfügung. Er nahm an der sechsten Staffel von „Die Bachelorette“ teil und erreichte in der von Juli bis September ausgestrahlten TV-Sendung den vierten Platz (6/9 Rosen). Derzeit hat er – im Basketballsport – keinen Vertrag. Taylor war zugleich der einzige Spieler, der aus dem BBL-Team erhalten geblieben war.

Immerhin Robert Franklin und Tobias Bode, die mit 13.3 beziehungswiese 9.1 Punkten im Vorjahr einen nicht geringen Anteil der Scoringlast schulterten, blieben Coach Gut erhalten. Franklin ist Kapitän des Teams und führte Erfurts zweite Mannschaft zu Rockets-Zeiten von der zweiten Regionalliga bis zum sportlichen Aufstieg in die ProB. In der letzten Saison gehörte der US-Forward zu den reboundstärksten Akteuren der gesamten Liga. Auch Bode (2,06 Meter) wird in Brettnähe eingesetzt und kontrollierte gemessen an seiner Einsatzzeit von durchschnittlich 25 Minuten starke sieben Abpraller pro Partie.

Verstärkt haben sich die Landeshauptstädter mit dem Belgier Alhassan Barrie, der frisch vom College zum Team stieß und in seinen ersten beiden Auftritten gute Leistungen zeigte. Gegen die Ulmer OrangeAcademy und Aufsteiger MORGENSTERN BIS Baskets Speyer kassierte man jeweils eine 72:75-Niederlage, bei der die Löwen durch tolle Comebacks in der Crunchtime aber noch am Sieg schnuppern durften. Vor dem dritten Match gegen die TSV Oberhaching zog sich Barrie dann aber eine Knochenabsplitterung im Knie zu. Der athletische Forward wird mindestens einen Monat ausfallen – und konnte gegen die Tropics nur zusehen, wie seine Mannschaft eine Start-Ziel-Niederlage einfuhr (64:78).

Vieles erinnert daher an die letzte Spielzeit der Basketball Löwen, in die man ebenfalls mit fünf Niederlagen zum Auftakt startete. Erst Ende Oktober legte das Gut-Team den Schalter um, und das mit knappen Siegen über Coburg und die Rackelos. Entsprechend gewarnt geht das Gießener Trainergespann um Rolf Scholz und Lutz Mandler in die Partie. „Sie sind ein schwer zu spielender Gegner und verfügen über vielseitig einsetzbares Personal“, blickt Scholz auf die wartende Herausforderung seiner Depant GIESSEN 46ers Rackelos. Diese stehen nach zuletzt zwei Niederlagen auf dem neunten Tabellenplatz und bauen am Sonntag auf den Heimvorteil in der Sporthalle Ost. Dort konnte man Anfang des Jahres einen deutlichen 89:66-Sieg über die Löwen verbuchen.

Karten sind an der Abendkasse, in der Geschäftsstelle und im Vorverkauf online verfügbar: https://www.eventimsports.de/ols/46ers/de/ProB/channel/shop/index. Ein Tagesticket für Erwachsene kostet 10, ermäßigt 8 Euro. Kinder zwischen 6 und 14 zahlen 6 Euro.

Rolf Scholz (Cheftrainer Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Wir rechnen mit einem druckvollen Spiel von Erfurter Seite. Im Auge behalten müssen wir Robert Franklin, der ein echter Allrounder ist. Für uns wird es wichtig sein, im Umschaltspiel schneller und konsequenter zu sein. Zudem müssen wir uns in punkto Ballverluste verbessern.“

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