JobStairs GIESSEN 46ers mit 85:88-Heimniederlage – Kopf-an-Kopf-Rennen geht an Bonn

Foto: Richard Stephan - der Stadtfotograf

JobStairs GIESSEN 46ers mit 85:88-Heimniederlage – Kopf-an-Kopf-Rennen geht an Bonn

Im ersten Heimspiel des Jahres 2020 ging es für die JobStairs GIESSEN 46ers am 16. Spieltag der easyCredit BBL gegen den Tabellennachbarn Telekom Baskets Bonn. In einem wahren Kopf-an-Kopf-Rennen behielten am Ende die Gäste mit 85:88 die Oberhand. Vor 3.286 Zuschauern in der Sporthalle Gießen-Ost konnten die 46ers lediglich das erste Viertel sowie das Schlussviertel knapp für sich entscheiden, während die Bonner sich im zweiten und dritten Viertel eine knappe Führung erarbeiten konnten und so den Sieg ebnete. Während Alec Brown mit 22 Punkten Topscorer der Rheinländer war, war auf der Gegenseite Alen Pjanic mit 19 Zählern treffsicherster Akteur. Für die Mittelhessen geht es in einer Woche im Heimspiel gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg weiter.

46ers-Cheftrainer Ingo Freyer vertraute zu Beginn der Partie auf ein Quintett aus Stephen Brown, Teyvon Myers, Jordan Barnett, dem wiedergenesenen Luke Petrasek und Matt Tiby. Für die Bonner Starting Five wählte Cheftrainer Thomas Päch neben Nachverpflichtung Eugene Lawrence auch Kilian Binapfl, Benjamin Simons, Benjamin Lischka, Bojan Subotic und Alec Brown.

Während Bonn zunächst den besseren Start zu erwischen schien und mit einem Schnellstart auf 0:4 stellte, so verkürzte Gießen durch den Dreier von Tiby auf 5:6 (2. Minute). Doch dies sollte nicht trügen, per 6:0-Lauf erhöhten die Rheinländer weiter (5:12, 5.). Nach guten Defensivaktionen bedeuteten der krachende Dunking von Brandon Thomas sowie jeweils zwei Freiwürfe durch Brown und Barnett die erste Führung der Partie (14:12, 8.). Der Dreier von Alen Pjanic direkt im Anschluss versetzte die Osthalle erst recht in Ekstase. Gerade als es Bonn gelang, das Gießener Momentum zumindest ein wenig einzudämmen, traf Myers auch den Buzzerbeater zum 20:16-Viertelstand (10.).

Ein And-One von Zimmerman markierte die ersten Zähler des zweiten Viertels nach knapp zweieinhalb Minuten. Doch auf der Gegenseite war Pjanic sowohl offensiv mit einem Dreier als auch defensiv mit einem spektakulären Block gegen Ex-46er´ Benjamin Lischka zur Stelle (23:21, 14.). Es entwickelte sich zunehmend ein stetiges Hin-und-her. Nach zwei erfolgreichen Dreiern durch Barnett kühlte Bonn´s Cheftrainer Päch mit einer Auszeit die aufgeheizte Stimmung in der „Osthalle“ ab (29:26, 15.). Wie verwandelt kam seine Mannschaft danach zurück auf das Parkett und legte einen schnellen 5:0-Run hin, den Ingo Freyer auf der Gegenseite mit einer Auszeit stoppte (29:31, 16.). Nachdem das Timeout zunächst die erhoffte Wirkung brachte, drehte Bonn kurz vor der Halbzeitpause durch einen Dreier von Brown nochmal die Partie zu ihren Gunsten (38:40, 20.).

Wie auch schon das zweite Viertel endete, so begann der dritte Spielabschnitt ähnlich turbulent. Nach etwas mehr als drei gespielten Minuten konnte Spielmacher Brown erstmals wieder eine Führung für seine roten Farben erzielen (44:43, 24.). Nach dem erfolgreichen Dreier von Pjanic nach cleverem Passspiel bat Headcoach Päch seine Mannschaft zur Auszeit (47:43, 25.). In der Folge gelang es Bonn abermals zu verkürzen, doch die Gießener waren durch Myers per Dreier zur Stelle (52:48, 28.). Zum Viertelende waren es jedoch wieder die Bonner, die für die Akzente setzten. Lawrence mit dem Steal und einfachen Fastbreak-Punkten holte die Führung wieder auf Gästeseite – Timeout Gießen (52:54, 29.). Durch Lischka´s akrobatischen Buzzerbeater ging es mit einem knappen 55:60-Rückstand in das Schlussviertel.

Im entscheidenden letzten Viertel setzte sich die hart umkämpfte Partie, unterstützt durch die lautstarken heimischen 46ers-Fans, fort. Beide Seiten schenkten sich wenig, was sich auch in der Foulstatistik zeigte. In den ersten fünf Minuten gelangen den Mittelhessen dabei lediglich zwei Zähler, während Bonn schon sechs Punkte auf ihrem Konto verbuchen konnten (57:66, 35.). Folgerichtig nahm 46ers-Cheftrainer Ingo Freyer eine Auszeit, um seine Mannen für die Schlussminuten neu einzustellen. Barnett und Pjanic´s Dreipunktewürfe waren nur wenige Sekunden später die dringend benötigte Antwort (63:66, 36.). Der Dreier von Subotic sowie das And-One von Brown zum 67:77 besiegelten jedoch gleichzeitig erstmals einen zweistelligen Rückstand (38.). Durch Dreier von Bryant konnten die Gießener zwischenzeitlich zum 74:79 (39.) und wenige Sekunden vor Schluss zum 85:87 (40.) aufschließen. Doch trotz des ohrenbetäubenden Lärms in der Osthalle gelang es den Hausherren letztendlich nicht, noch das Ruder herumzureißen. So zeigte die Anzeigetafel am Ende eine knappe 85:88-Niederlage.

Ingo Freyer (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Wir wussten, dass Bonn die Zone sehr eng machen wird. Deshalb haben wir uns darauf vorbereitet, viele Dreier zu nehmen. Wir haben in der ersten Halbzeit sogar noch einige verweigert, die wir hätten nehmen können, um genau die Dinge auch auszunutzen, die Bonn uns geliefert hat. Im Endeffekt haben wir aber nicht von allen Positionen die Rebounds geholt, was uns das Genick gebrochen hat.“

Thomas Päch (Cheftrainer Telekom Baskets Bonn): „Gerade in dieser Saison, die wir spielen, bin ich heute wirklich sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben in den letzten Wochen hart gearbeitet und haben zwei neue Spieler dazubekommen, die uns sichtlich weiterhelfen und uns wieder an Leichtigkeit zurückgeben. Trotzdem vermissen wir immer noch zwei Starter. Im letzten Champions League Spiel haben wir schon angefangen uns in die richtige Richtung zu bewegen und wieder Selbstvertrauen aufzubauen und heute genauso. Wir haben defensiv über die meiste Strecke des Spiels einen guten Job gemacht und die gefährlichen Guards von Gießen aus der Zone gehalten. Das hat Gießen ein bisschen den Rhythmus genommen, doch gerade am Ende hat man auch gesehen, wie viel Qualität sie doch haben, als sie das Spiel nochmal in die Hand genommen haben und ihre Dreier getroffen haben. Generell bin ich mit unserer Leistung gerade defensiv sehr zufrieden.“

JobStairs GIESSEN 46ers – Telekom Baskets Bonn 85:88 (38:40)

Viertelergebnisse: 20:16, 18:24, 17:20, 30:28 

JobStairs GIESSEN 46ers: Stephen Brown (6 Punkte, 9 Assists), Bjarne Kraushaar, Teyvon Myers (16), Tim Köpple, Alen Pjanic (19), Tim Uhlemann, Matthew Tiby (10, 10 Rebounds), Luke Petrasek (7), Jordan Barnett (13), Brandon Thomas (2), John Bryant (12, 11 Rebounds) 

Telekom Baskets Bonn: Joshiko Saibou (11 Punkte), Eugene Lawrence (6), Bojan Subotic (12), Benjamin Lischka (5), Branden Frazier (7), Yorman Polas Bartolo (4), Alec Brown (22), Kilian Binapfl, Benjamin Simons (9), Stephen Zimmerman (12)

Zuschauer:  3.286

Nächstes Spiel: Sa., 25.01.2020, 18:00 Uhr: JobStairs GIESSEN 46ers – MHP RIESEN Ludwigsburg

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