Krimi ohne Happy-End – Rackelos verlieren Viertelfinalauftakt

Foto: Sven Kuczera Photography

Krimi ohne Happy-End – Rackelos verlieren Viertelfinalauftakt

Nach einem frühen 3:17-Rückstand konnten die Depant GIESSEN 46ers Rackelos das erste Viertelfinalspiel gegen die wiha Panthers aus Schwenningen nicht nur ausgleichen. Über weite Strecken führte das Team von Trainer-Duo Rolf Scholz und Lutz Mandler sogar. „Wir hatten sie eigentlich im Sack“, brachte Mandler das Geschehen in der Endphase auf den Punkt. Schwenningens Rasheed Moore hatte jedoch das letzte Wort und stellte durch acht Zähler in der Schlussphase die Weichen zum Sieg.

In der Best-of-3-Serie steht es damit 1:0 für die Gäste aus Schwenningen. Um das erneute Viertelfinal-K.o. zu vermeiden, bräuchten die Rackelos nun zwei Siege in Serie. Sprungball ist am nächsten Samstag um 20:00 Uhr Am Deutenberg.

Über die Stationen 6:3, 11:3 und 17:3 ließen die Panthers über Minuten keinen Gegenkorb zu, während sie selbst leise enteilten. Angefeuert von den rund fünfzig mitgereisten Fans spielte sich der Aufsteiger in einen kleinen Rausch, den erst Johannes Lischka per Dreipunktespiel beendete. Leon Friederici ließ jedoch prompt einen tiefen Dreier einschweben und nahm den Gießenern so Wind aus den Segeln. Allein Bill Borekambi markierte in den ersten 10 Minuten 16 Punkte, setzte sich immer wieder am Brett durch und war maßgeblich für das hohe Tempo des Spiels verantwortlich. Erst als Tim Uhlemann aus der Ecke einen Dreier abfeuerte und auf 14:23 verkürzte, ging ein Ruck durch Osthalle und Team. Tim Köpple knackte die Zonenverteidigung der Gäste mit einem weiteren Distanzwurf, der eingewechselte Jordan Williams steuerte vier schnelle Punkt bei. Das letzte Wort hatte jedoch Borekambi, der den 31:25-Viertelendstand markierte.

Per Dunk nach Abspiel von Alen Pjanic, der nach seiner Verletzung erstmals wieder im Kader stand, begann Abschnitt zwei furios. Zwei schwere Dreier von Leon Okpara ließen die 46ers auf 33:37 herankommen. Vor allem gelang es der Mannschaft nun aber, die körperlich harte Verteidigung der Panthers zu matchen. Williams trotz Foul abgelegter Korb nach einem Einwurf von der Grundlinie markierte den ersten Ausgleich seit Spielbeginn (39:39, 16.). Mit einem weiteren Dreipunktespiel eroberte Lischka die Führung, bevor Borekambi und Konstantin Karamatskos von Downtown wieder auf 46:42 stellten. Bjarne Kraushaar und ein wie entfesselt aufspielender Willliams bedeuteten aber den erneuten Führungswechsel. Zur Halbzeit stand es nach einer umkämpften Schlussphase 54:54.

Viel Verantwortung schulterten nach dem Seitenwechsel Lischka und Moore, die sich ein waschechtes Privatduell lieferten und gleich mehrmals ablegten. Stilprägend für den weiteren Verlauf war aber zweierlei: Hatte die Quote der Schwenniger zur Halbzeit bei starken 58% aus dem Feld gelegen, konnten die Rackelos diese innerhalb von zehn Minuten auf 43% drücken. Leider profitierten die Hausherren davon zu wenig, da die Panthers immer wieder zu zweiten und dritten Chancen kamen und das offensive Brett nach Belieben dominierten. 50 Rebounds standen am Ende 28 der Rackelos entgegen. Kompensiert wurde dies durch die bessere Ballbewegung der Lahnstädter, die daher eine Mini-Führung etablierten. Mit 72:69 ging es daher aussichtsreich ins Schlussviertel.

In diesem ging die Schlagzahl merklich runter. Angeführt von Friederici konnten die Panthers wieder in Front gehen (75:74), bevor Jestin Lewis per Dreier für Beruhigung sorgte. Als der US-Boy kurze Zeit später der kompletten Schwenninger Hintermannschaft enteilte, schien der Sieg in greifbare Nähe zu rücken (83:81, 38.). Zum Spielverderber avancierte dann aber Moore. Zunächst nach einem Offensivrebound, dann aus der Dreipunktedistanz schockte der Forward das Osthallenpublikum. Kraushaar fand mit einem Dreier aus acht Metern ein letztes Mal die richtige Antwort (86:86), bevor Moore über Okpara ablegend ein Dreipunktespiel erzielte. Lischkas herausgespielter Dreier traf nur den Ring, weshalb Friederici taktisch gefoult an die Freiwurflinie ging und dort keine Nerven zeigte (91:86). Durch schnelle Dreier versuchte Gießen, dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen. Diese verfehlten jedoch ihr Ziel, weshalb es die Panthers waren, die am Ende mit ihren Fans jubeln durften.

Sollten die Rackelos am kommenden Samstag Revanche nehmen, fände am 06. April um 20:00 Uhr das entscheidende dritte Spiel in der Sporthalle Gießen-Ost statt.

Lutz Mandler (Co-Trainer Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Man muss nur auf die Reboundstatistik gucken, um zu verstehen, warum wir verloren haben. Da ging Schwenningen mit viel Intensität zu Werke. Hätten wir da besser gearbeitet, wäre es vielleicht anders ausgegangen.“

Depant GIESSEN 46er Rackelos – wiha Panthers Schwenningen 86:92 (54:54)

Viertelergebnisse: 25:31, 29:23, 18:15, 14:23

Depant GIESSEN 46ers Rackelos: Bjarne Kraushaar (9), Tim Köpple (3), Jordan Williams (19), Alen Pjanic (5), Tim Uhlemann (3), Leon Okpara (12), Johannes Lischka (18), Thomas Tshikaya (3), Jestin Lewis (14)

wiha Panthers Schwenningen: Sergey Tsvetkov, Dion Braihmoh, Anell Alexis (4), Bill Borekambi (26), Konstantin Karamatskos (5), Rasheed Moore (25), Leon Friederici (20), Darius Pakamanis (3), Hannes Osterwalder (4), Abdulai Abaker, Seid Hajric (5)

Nächstes Spiel: Sa., 30.03.2019, 20:00 Uhr: wiha Panthers Schwenningen – Depant GIESSEN 46es Rackelos

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