Rackelos wollen Revanche – Veränderter Spielbeginn in München

Foto: Sven Kuczera

Rackelos wollen Revanche – Veränderter Spielbeginn in München

Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen andere Farmteams der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Süd wollen die Depant GIESSEN 46ers Rackelos am Samstag beim FC Bayern Basketball II wieder einen Sieg landen. Zugleich gilt es Revanche zu nehmen für den 76:80-Punktverlust Ende September. Die ursprünglich auf 14.00 Uhr angesetzte Partie des viertletzten Hauptrundenspieltags wurde auf Wunsch der Bayern-Verantwortlichen auf 16.00 Uhr verschoben. Austragungsort ist der Audi Dome im Westen Münchens, in dem auch die JobStairs GIESSEN 46ers 23 Stunden später auf das Bundesliga-Team des FCB treffen.


Noch vier Spiele gilt es für die Teams der ProB in der Hauptrunde zu absolvieren. Der Kampf um die schlussendliche Platzierung ist einmal mehr vollkommen offen. Der letzten beiden Niederlagen zum Trotz haben die Rackelos nach wie vor einen Puffer aus sechs Punkten auf die Relegationsplätze – konkret Ulm, gegen die der direkte Vergleich verloren wurde, und Bayern II. Mit einem Sieg am Samstag könnten die Mittelhessen einen entscheidenden Schritt in Richtung Playoff-Qualifikation gehen. Andernfalls indes deutet sich ein enges Hauen und Stechen bis zum letzten Spieltag an.

Das gilt für die Münchner unter leicht anderen Vorzeichen bereits jetzt. Um die Playoffs noch zu erreichen und die lange Relegationsphase zu vermeiden, benötigen die Isarstädter dringend Zählbares. Aus den letzten fünf Spielen wurden vier verloren. Das rettende Ufer ist mit zwei Punkten Abstand aber noch in Reichweite. Hauptproblem des von Coach Demond Greene trainierten Teams ist die offensive Ausbeute. Nur 74 Punkte legen die Bayern-Basketballer pro Partie auf. Desto mehr sind sie von einer aggressiven Defensive abhängig. Blaupause dieses Stils war das 56:61 gegen Hanau, bei dem der FCB nur im Schlussviertel die nötige Galligkeit auf beiden Seiten des Courts an den Tag legte.

Ein ganz anderes Gesicht zeigte das Farmteam im Hinspiel gegen Gießen. Fünf Spieler scorten damals zweistellig, vor allem der erfahrene Aufbauspieler Viktor Frankl-Maus war nicht zu bremsen. Mit 12.2 Punkten, 4.4 Assists und 4.1 Rebounds im Schnitt ist der mit 26 Jahren bereits älteste Münchener zugleich Anführer seiner Farben. Eine knapp bessere Ausbeute bei den Zählern pro Spiel hat nur Matej Rudan vorzuweisen, der zu Saisonbeginn wegen Rückenproblemen nicht zum Einsatz kam. Mit Jacob Knauf (11.1), Sasha Grant (9.8) und Jason George (9.5) folgen eine Reihe weiterer Spieler, die im Zweifel den Unterschied machen können.

Allgemein zählt das Münchner Nachwuchsprogramm mindestens zu den ambitioniertesten in Basketball-Deutschland. Ähnlich wie gegen Frankfurt und Ulm gilt, dass sie trotz ihrer Jugend (das Durchschnittsalter liegt bei neunzehneinhalb Jahren) äußerst athletisch, tief und physisch groß gewachsen aufgestellt sind. 1,97 m misst der Kader im Mittelwert, die Höhenvorteile dürften den Bayern damit gewiss sein. Faktoren, die die letzten zwei Partien gegen Farmteams nach guter erster Halbzeit aus Sicht der Mittelhessen zum Kippen brachten.

Einen solchen Verlauf zu unterbinden ist das erklärte Ziel der Depant GIESSEN 46ers Rackelos. Dabei verzichten muss die Mannschaft auf die Dienste von Tim Köpple. Der Point Guard hatte im Spiel gegen die FRAPORT SKYLINERS Juniors einen Cut abgekommen. Die medizinische Abteilung diagnostizierte eine Gehirnerschütterung, weshalb der 19-Jährige auch nicht im Team der JobStairs GIESSEN 46ers am Sonntag gegen Ludwigsburg gestanden hatte. Nach der Herausforderung südlich des Weißwurst-Äquators empfangen die Mittelhessen mit der TG s.Oliver Würzburg und den scanplus baskets Elchingen das Spitzenduo der ProB-Süd auf heimischen Osthallenparkett. Das Hauptrundenfinale findet Anfang März dann in Hanau statt.


Rolf Scholz (Cheftrainer Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Ich erwarte ein ähnlich schwieriges Spiel wie zuletzt gegen Ulm und Frankfurt. Unser Ziel muss es sein, die Partie gerade defensiv dieses Mal ausgeglichener zu gestalten – und das möglichst lange. Wir müssen, trotz der aktuell schwierigen, personellen Situation positiv bleiben und an unsere Chancen glauben.“

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