Rackelos zeigen starke Frühform – Souveräner Sieg im „kleinen“ Hessenderby

Rackelos zeigen starke Frühform – Souveräner Sieg im „kleinen“ Hessenderby

Da gab’s nicht viel zu meckern: Mit einem souveränen 80:63 fuhren die Depant GIESSEN 46ers Rackelos am Samstagabend den ersten Sieg im ersten Saisonspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Süd ein. Nur im ersten Viertel konnten die Mainstädter die hohe Intensität matchen. Danach verriegelten die Gießener den eigenen Korb und konnten auch vorne immer besser Akzente setzen. Während Tim Uhlemann in der ersten Halbzeit mehrere Highlights setzte, war Wyatt Lohaus nach der Pause kaum zu bremsen. Grundsätzlich wurde die Scoringlast aber auf sehr viele Schultern verteilt.

Vor 200 Zuschauern – darunter großen Teilen des Kaders der JobStairs GIESSEN 46ers – entwickelte sich zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Dreier von Frankfurts Cosmo Grühn und Leon Okpara im direkten Gegenzug markierten einen furiosen Start. Danach kam zunächst Sand ins Getriebe der Mittelhessen, die vorne nicht bestimmt genug zu Werke gingen und Frankfurt auf 9:3 davonziehen ließen. Ein beherzter Korbleger von Filip Krämer samt dazu verwandeltem Bonusfreiwurf sowie ein von Kapitän Johannes Lischka veredelter Fastbreak ließen die Rackelos wieder herankommen (10:10, 5.). Konstantin Schubert netzte auf der Gegenseite zwar einen weiteren Dreier. Gießen konnte sich dann aber auf die Dienste von Tim Uhlemann verlassen. Ob per Linkskorbleger, mit viel Hangtime oder als Retter in der Not – der Big Men rettete einen verlorenen geglaubten loose ball auf Höhe der Mittellinie und leitete so das 15:15 durch Wyatt Lohaus ein – Uhlemann schien an allen Ecken des Parketts präsent. Noch ging der Matchplan der Frankfurter aber auf, die sich über ein 23:20 nach zehn Minuten freuen durften.

Uhlemann hatte aber noch lange nicht genug. Unter den seinen Namen skandierenden Sprechchören angelte sich der 20-Jährige seinen eigenen Offensivrebound und netzte zum 22:23-Anschluss. Nach einem weiteren Jumper aus der Mitteldistanz gefolgt von einem Dreier aus der Ecke ließ der Power Forward einen ins Mark gehenden Urschrei frei, der Halle wie Team zugleich aufzuwecken schienen (28:23, 12.). Die ersten Punkte im Rackelo-Dress von Youngster Sebastian Brach sorgten für weiteres Entzücken. Der hohen Intensität war es aber geschuldet, dass die 46ers bereits zur Viertelmitte an der Teamfoulgrenze angelangt waren. Das wiederum spielte Frankfurt in die Karten. Ein niedrigeres Spieltempo gepaart mit vielen Freiwürfen für die Bankenstädter ließen selbige wieder herankommen (35:35, 17.). Aus dem Feld fanden die Gäste aber kaum noch Mittel, weshalb Krämer im Nachfassen und Lohaus von jenseits des Perimeters für die 43:36-Pausenführung sorgten.

Auch nach dem Seitenwechsel suchten die SKYLINERS ihr Heil immer wieder aus der Dreipunktedistanz, haderten dort aber mit schwachen Abschlussquote. Besser machte es Neuzugang Julian Pesava, der aus der Distanz traf und Gießen erstmals zweistellig mit 46:36 in Front brachte. Die Mittelhessen produzierten Stops wie am Fließband und sollten im gesamten dritten Viertel magere 11 Punkte zulassen. Vorne führte nun Lohaus Regie, traf zur Viertelmittel keck aus dem Dreipunkteland und legte wenig später mustergültig auf Lischka ab, der trotz eines Fouls das 52:40 markierte. Von coast-to-coast erhöhte der US-Amerikaner weiter, bevor Okpara die Frankfurter Hintermannschaft restlos düpierte und per einhändigem Dunk auf 59:42 stellte (27.). Grühns Dreier zum 47:61 ließ die Hoffnung der Juniors ein letztes Mal aufflackern. Okparas Buzzerbeater aus der Mitteldistanz zum Viertelendstand von 63:47 unterstrich aber, dass die Sporthalle Ost für die SKYLINERS-Reserve weiterhin Sperrgebiet bleiben würde.

Pesava per Dreier und Hannes Osterwalder in Brettnähe sorgten nach einer zerfahrenen Anfangsphase im Schlussviertel für die Vorentscheidung (70:47, 34.). Bereits zu diesem Zeitpunkt ließen Headcoach Rolf Scholz und Co-Trainer Lutz Mandler aber tief durchrotieren. Alle Spieler bekamen Einsatzzeit zugesprochen, einen 6:0-Lauf der Gäste unterbrach Tim Köpple drei Minuten vor dem Ende mit einem weiteren Dreier. Von dort setzten Lohaus und Uhlemann weitere Nadelstiche, während von den Rängen „Derbysieger! Derbysieger!“-Gesänge erklangen. Für die letzten Punkte sorgte mit David Amaize ein weiterer Nachwuchsakteur, der in seinen rund zehn Minuten auf dem Parkett besonders durch seinen defensiven Einsatz glänzte.

Weiter geht es für die Depant GIESSEN 46ers Rackelos bereits in einer Woche. Am Samstag (28. September, 20.00 Uhr) ist der FC Bayern Basketball II zu Gast in der Sporthalle Gießen-Ost.

Rolf Scholz (Cheftrainer Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Wir haben ein neuzusammengestelltes Team. Daran gemessen können wir sehr zufrieden sein, defensiv vor allem mit dem zweiten, dritten und vierten Viertel. Nach einem nervösen Auftakt haben wir uns freigespielt und umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“

Depant GIESSEN 46ers Rackelos – FRAPORT SKYLINERS Juniors 80:63 (43:36)

Viertelergebnisse: 20:23, 23:13, 20:11, 17:16

Depant GIESSEN 46ers Rackelos: Tim Köpple (6 Punkte), David Amaize (2), Filip Krämer (9), Tim Uhlemann (15), Leon Okpara (11), Johannes Lischka (5), Jannis Hahn, Julian Pesava (8), Felix Schweizer, Wyatt Lohaus (18), Sebastian Brach (2), Hannes Osterwalder (4).

FRAPORT SKYLINERS Juniors: Jordan Samare, Tobias Jahn (6), Alvin Onyia (11), Leon Püllen, Bruno Vrcic (17), Aaron Kayser (4), Cosmo Grühn (12), Konstantin Schubert (11), Frederik Fischbach (2).

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