ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers – Nachwuchs-News

Foto: Sven Kuczera

ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers – Nachwuchs-News

Das Faschings-Wochenende steht ganz im Zeichen der JBBL. Während alle anderen Teams der 5. Jahreszeit frönen können, geht es für die U16-Mannschaft der ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers mit einem Doppelspieltag um die Ausgangsposition für die 5. Basketball-Jahreszeit. Dabei hat das Team von Trainer Marcus Krapp am Donnerstag bereits den ersten Sieg fürs Playoff-Heimrecht eingefahren und steht nun vor dem Endspiel gegen den USC Heidelberg.


JBBL: ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers – Team Bonn/Rhöndorf 72:47 (38:27) 

Viertelergebnisse: 19:9, 19:18, 18:13, 16:7

Gegen den Letzten der Hauptrundengruppe drei aus Bonn und Rhöndorf setzte Krapp auf seine bewährte Starting Five mit Christopher Herget, David Sann, Phillip Becker, Lorenz Kohl und Tristan Göbel. Die Formation zeigte von Beginn an ein gutes Spiel und machte mit einem frühen 12:0-Lauf klar, wer Herr im Hause ist. Mit einer aggressiven Verteidigung störten sie das Spiel der Rheinländer, die auf ihren Topscorer Justus Bersem verzichten mussten. In der Offensive klappte vor allem das Setplay mit einigen neuen Spielzügen, sodass es nach zehn Minuten 19:9 stand.

Doch sobald Spieler von der Bank aufs Parkett kamen, brach am Donnerstagsabend das Spiel der Lahnstädter etwas. So verkürzten die Gäste zu Beginn des zweiten Viertels direkt wieder auf einen Korb Abstand. In dieser Phase war Tristan Göbel zur Stelle und trug sein Team offensiv. Das Zwischenhoch der Bonn-Rhöndorfer Kooperation war aber schnell zu Ende, sodass sich die Mittelhessen bis zur Halbzeit wieder auf 38:27 absetzten.

Phillip Becker eröffnete den zweiten Durchgang mit einem sauber herausgespielten Dreier, doch die Gäste ließen sich nicht sofort abschütteln. Nach einem weiteren Becker-Dreier griff Bonns Trainer Savo Milovic zur Auszeit, die kurzfristig Wirkung zeigte. Zweimal waren die Krapp-Jungs unaufmerksam in der Verteidigung gegen den Schnellangriff und kassierten so vier schnelle Gegenpunkte. Obwohl sich die Gastgeber einige unnötige Fouls leisteten, blieb der Vorsprung konstant und wuchs zum Viertelende auf 56:40 an.

In den Schlussabschnitt starteten die Gießener dann auch offensiv fehlerhaft, sodass Marcus Krapp nach zweieinhalb Minuten und vier Gegenpunkten zur Auszeit rief. Sein Team fand durch das Topscorer-Trio Phillip Becker, Tristan Göbel und Christopher Herget die richtige Antwort und vor allem defensiv schnitten die Akademie-Jungs nun ihrem Gegner sinnbildlich die Krawatte ab. Christopher Herget und Hanno Kotulla klauten dem Team aus den Karnevalsstädten den Ball und Herget legte zur beruhigenden 64:46-Führung ein. An Weiberfastnacht war für die Rheinländer in der Offensive nichts mehr zu holen, sodass in den letzten Minuten auch die Gießener Ergänzungsspieler Detwan Andrews und Max Epp ins Spiel kamen. Beide zeigten trotz des sicheren Sieges noch hohen Einsatz und Andrews belohnte sich mit einem schönen Steal, den er zum Korbleger verwandelte. Am Ende stand ein 72:47, das alle Chancen im Kampf um das Playoff-Heimrecht wahrt.

ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers: Hanno Kotulla, Phillip Becker (16), Anton Voigtländer-Tetzner, Max Epp, Christopher Herget (16, 7 Rebounds), Detwan Andrews (2), Noah Sann (9), David Sann (1), Tristan Göbel (19, 10 Rebounds), Dusan Nikolic (5), Lorenz Kohl (2)


JBBL: ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers – USC Heidelberg (Sonntag, 23. Februar, 12.30 Uhr, Sporthalle Gießen-Ost)

Nach dem Nachholspiel ist vor dem Hauptrundenfinale. Und für die Jungs von Coach Marcus Krapp ist es ein echtes Endspiel. Fünf Szenarien sind nach dem Finale gegen Heidelberg möglich. Das Playoff-Heimrecht ist dabei unabhängig von anderen Spielen noch aus eigener Kraft möglich.

Sollte das Team Südhessen parallel bei den bisher souveränen Frankfurtern verlieren, können die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers noch die Plätze drei, vier und fünf belegen. Gewinnen die Gießener gegen Heidelberg, kommt es zum Dreiervergleich zwischen den beiden hessischen Teams und den Kurpfälzern. Bei einem Sieg mit 13 oder mehr Punkten der 46ers über Heidelberg, wäre dann sogar noch Platz drei erreicht. Bei einem Sieg mit zwölf oder weniger Zählern stände mit Platz vier ebenfalls das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde. Bei einer Niederlage wäre Platz fünf unumgänglich.

Bei einem Sieg der Südhessen in Frankfurt wäre der dritte Platz an die Weiterstädter vergeben. Dann müssten die Gießener mit vier Punkten oder mehr gegen Heidelberg gewinnen, um im direkten Vergleich Platz vier zu übernehmen. Als Gegner aus der Gruppe vier sind noch Bayern München, das Team Urspring, Jahn München, die Porsche BBA Ludwigsburg und die BARMER Basketball Akademie TORNADOS FRANKEN möglich. Dort stehen Freitag, Samstag und Sonntag noch ein bis zwei Spiele pro Team auf dem Programm.

Was die ROTH Energie BBA GIESSEN 46ers in der eigenen Hand haben, ist das Spiel gegen den USC Heidelberg. Im Hinspiel waren die Mittelhessen das spielbestimmende Team und lagen kurz vor dem Ende des dritten Viertels mit 48:32 in Führung. Doch dann folgte der Einbruch gegen druckvollere und physischere Verteidigung der Neckarstädter. Am Ende setzten sich der ProA-Nachwuchs mit 61:58 knapp durch.

Das Hinspiel ist fünf Wochen her und nun stehen vor allem die Gießener unter Druck, wollen sie noch das Heimrecht erlangen. Heidelberg hätte den vierten Platz sicher, sollte Südhessen nicht in Frankfurt gewinnen. Aufzupassen ist aus Gießener Sicht dabei vor allem auf Samuel Schally und Linus Ihle. Die Topscorer des Hinspiels sind mit 18.0 und 14.1 Punkten pro Spiel, genau den Werten aus dem Gießen-Spiel, auch über die Saison die besten Schützen ihrer Farben. Die beiden groß gewachsenen Akteure haben einen guten Wurf zusätzlich zu ihrer Größe. Dazu kommt mit Julian Rothmann noch ein weiterer Point Guard, der 10.4 Punkte pro Spiel beisteuert. Insgesamt sind die Heidelberger ein unangenehm zu spielender Gegner, doch neben der guten Phase im Hinspiel gab es bereits in der Saisonvorbereitung einen Sieg.

Ein leichtes Training wartet am Freitag noch auf die JBBL-Jungs, ehe dann am Sonntag das Endspiel auf dem Programm steht. Die Leistung der Starting Five aus dem Bonn-Spiel wird richtungsweisend sein für den zweiten Teil des Doppelspieltags. Können weitere Bankspieler mit der nötigen Ruhe und Energie ins Spiel kommen, stehen die Chancen gut, noch an Südhessen und/oder Heidelberg vorbeizuziehen. Das Team freut sich über lautstarke und gerne auch kostümierte Unterstützung auf den Rängen der Osthalle!

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