Zweites Viertel entscheidend – Rackelos unterliegen TG s.Oliver Würzburg

Foto: Sven Kuczera

Zweites Viertel entscheidend – Rackelos unterliegen TG s.Oliver Würzburg

Auswärtsniederlage für die Depant GIESSEN 46ers Rackelos am fünften Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Süd: In Würzburg hielt man die Partie über drei Viertel lang offen. Ein starker Run der Gastgeber vor der Halbzeitpause legte aber den Grundstein für den 87:74-Sieg aus fränkischer Perspektive. Der wiedergenesene Wyatt Lohaus hielt mit 25 Zählern bis zur letzten Minute dagegen. Für die TG zeigte Jonas Weitzel eine Sahneleistung mit 29 Punkten und 15 Rebounds in gerade mal 21 Minuten Einsatzzeit.

Viel Spielfreude versprühte Lohaus, der in die Startformation zurückgekehrt war und per Layup das 2:2 erzielte. Kurz darauf bediente der US-Amerikaner Hannes Osterwalder am Brett. Zwei Körbe durch Würzburgs Cameron Hunt hielten die Partie aber ausgeglichen. Nur von Lischkas Jumper zum 8:8 unterbrochen, handelte sich Osterwalder dann äußerst früh sein zweites und drittes persönliches Foul ein. Für den Innenspieler kam Tim Uhlemann, der sofort aus der Mitteldistanz auf 10:10 stellte. Pesava schenkte den Franken den ersten Dreier des Abends ein. Es sollte am Ende einer von nur vier erfolgreichen Distanzschüssen der Mittelhessen sein. Der an diesem Abend äußerst umtriebige Weitzel tat es Osterwalder gleich und wurde nach seinem zweiten Foul ebenfalls auf die Bank beordert. Hunts Dreipunktespiel gefolgt von einem Treffer von jenseits des Perimeters durch Lennart Stechmann zwangen Rackelo-Headcoach Rolf Scholz dennoch zur Intervention (18:15, 9.). Der nach der Auszeit frisch eingewechselte Sebastian Brach legte direkt im Anschluss butterweich auf Filip Krämer ab. Ein Steal des Österreichers gefolgt von einem Zuspiel auf Tim Köpple im Fastbreak sorgten zum Viertelendstand von 19:20 aus mittelhessischer Sicht.

Bis zu diesem Zeitpunkt war die Quote der Gäste aus allen Lagen etwas besser als die der Würzburger. Das sollte sich im zweiten Abschnitt ändern. Köpple sowie Krämer und Lohaus per Jumper sorgten zu Beginn zwar für mehrere Miniführungen der Rackelos. Weitzels Punkte zehn und elf gefolgt von einem nahtlosen Dunk durch Rytis Pipiras waren dann aber für einen Bruch im Gießener Spiel verantwortlich. Würzburg zog bis zum Pausentee gnadenlos davon und profitierte von der Abschlussschwäche der Lahnstädter, die minutenlang nur über Freiwürfe zu vereinzelten Zählern kamen. Der zurückgekehrte Weitzel stellte mit einem And-One auf 38:31, fünf Punkte in Folge durch Stechmann ließen die Mainstädter bereits auf 47:33 enteilen. Lohaus‘ Layup zum 35:47-Anschluss war der erste Korb aus dem Feld der Rackelos nach einer längeren Durststrecke. Zur Halbzeit lag die Dreierquote derselben bei 11%, insgesamt fanden nur 43% der Würfe ihr Ziel. Auch im Reboundduell waren es die Würzburger, die klar dominierten.

Nach dem Seitenwechsel lief es besser, allein eine signifikante Aufholjagd wollte den Lahnstädtern nicht vergönnt sein. Pesava und Lohaus verkürzten in der ersten Minute auf 39:49. Auch Lischka konnte im Fastbreak überzeugen. Würzburg hielt aber dagegen und verteidigte die Führung konsequent. Zu selten schlossen die Gäste mit leichten Körben ab, wie etwa Köpple, der zur Viertelmitte auf 46:58 stellte. Im Zweifel konnte sich die TG auf Weitzel verlassen, der zur Not seine eigenen Fehlwürfe in den Korb stippte, wie ein Croissant in den Milchkaffee.

Erst zu Beginn des Schlussabschnitts schien das Zielwasser in die Adern der Gießener zurückgekehrt zu sein, als zweimal Lischka und einmal Lohaus binnen kürzester Zeit einen 6:0-Lauf aufs Parkett legten. Zwar war es erneut Weitzel, der Würzburg mit Punkten versorgte. Ein weiterer Run katapultierte Gießen nach Zählern von Köpple, Lischka und erneut Lohaus aber auf 65:75 heran (37.). Lischka an der Freiwurflinie und Lohaus aus der Mitteldistanz brachten Würzburg kurz ins Wanken (68:75). Fluchs beorderte TG-Coach Eric Detlev aber Weitzel zurück aufs Feld, der mit zwei Körben in der Schlussphase den Sack endgültig zumachte. „Gegen ihn war heute einfach kein Kraut gewachsen“, so Scholz nach Spielende. Zwei Dreier von Philipp Hadenfeldt in der „Garbage Time“ ließen den Sieg der Franken am Ende etwas zu hoch ausfallen. Verdient war der Punktgewinn jedoch allemal.

Weiter geht es für die Depant GIESSEN 46ers Rackelos mit dem Hessenderby der etwas anderen Art. Am kommenden Samstag (26.10., 20.00 Uhr) reisen die EBBECKE WHIT WINGS Hanau zur Sporthalle Gießen-Ost.

Rolf Scholz (Cheftrainer Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Wir haben immer wieder gute Ansätze gezeigt, am Ende aber nicht gut genug verteidigt. Gegen die Importspieler der Würzburger haben wir einen vergleichsweise guten Job gemacht. Dafür ist Jonas Weitzel eindrucksvoll in die Bresche gesprungen. Würzburgs Qualität spricht für sich.“

TG s.Oliver Würzburg – Depant GIESSEN 46ers Rackelos 87:74 (49:35)

Viertelergebnisse: 20:19, 29:16, 17:14, 21:25

Depant GIESSEN 46ers Rackelos: Tim Köpple (10), David Amaize (2), Filip Krämer (6), Tim Uhlemann (2), Leon Okpara (2), Johannes Lischka (15), Julian Pesava (8), Wyatt Lohaus (25), Sebastian Brach, Hannes Osterwalder (2).

TG s.Oliver Würzburg: Lennart Stechmann (8), Philipp Hadenfeldt (9), Tim Eisenberger (8), Nils Leonhardt (2), Rytis Pipiras (12), Julian Albus, Dominik Jaschewski, Jonas Weitzel (29, 15 Rebounds), Fynn Fischer (6), Cameron Hunt (13).

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